Inside Japan

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Zen-Ki-Budo - Traditionelles Jiu Jitsu und moderne Selbstverteidigung - Herne, Bochum Wanne-Eickel
 
Zen-Ki-Budo - Traditionelles Jiu Jitsu und moderne Selbstverteidigung - Herne, Bochum Wanne-Eickel

Inside Japan


03. Oktober 2014. Endlich war es soweit! Peter Frank und Uwe Reichert vom Zen-Ki-Budo e.V. in Bochum und beide Meister der Jiu-Jitsu Union NW, traten ihre zweite Reise in Richtung Japan an.

Voller Vorfreude ging es mit dem Auto nach Amsterdam, von wo aus der Flieger nach Osaka startete. Nach gut 12 Stunden Flug landeten unsere beiden Meister in Osaka. Jetzt ging es noch für gut eine Stunde mit dem Zug nach Kyoto. Als Domizil für die Reise war ein kleines traditionelles Gästehaus im japanischen Stil mit Tatamimatten und Futons gebucht. Dieses lag etwas außerhalb am Stadtrand von Kyoto in den Bergen mit einem traumhaften Blick über die Stadt. Nach knapp 24 Stunden Reisezeit erreichten unsere Reisenden das Gästehaus um die Mittagszeit des 04. Oktober 2014. Um dem Jetlag durch die 7-stündige Zeitverschiebung zu entgehen, entschlossen sich Peter und Uwe schon einmal die nähere Umgebung zu erkunden und die gute japanische Küche zu genießen.

Die folgenden Tage standen dann ganz im Zeichen eines drohenden Taifuns, der es sogar bis in die deutschen Medien schaffte. Zum Glück zog dieser aber an Kyoto vorbei, so dass es bei einer windigen und regnerischen Nacht blieb.

Wie schon 2 Jahre zuvor hatte sich die japanische und in Kyoto wohnende Freundin unserer beiden Meister angeboten als Fremdenführerin zu fungieren, was Peter und Uwe natürlich gerne annahmen. Was unsere beiden Meister nicht ahnten: Yuko hatte unsere Reisenden in ihrem Freundeskreis angekündigt und so startete das Seightseeing nicht zu dritt sondern in einer etwas größeren Gruppe. Schnell wurden hier neue Freundschaften geschlossen. Nachdem in der Gruppe bekannt wurde, dass es sich bei den beiden Gaikokujin (Mensch aus dem Ausland) um Kampfsportler japanischer Kampfkünste handelte, war das Eis noch schneller gebrochen. Takeshi Ohshima outete sich dann auch gleich als Shodan Shotokan Karate und schon gab es viel zu fachsimpeln. Zu Takeshi entstand eine für die kurze Zeit doch sehr enge Freundschaft. Da Takeshi als selbstständiger Fotograf tätig ist, konnte er sich viel Zeit für die Beiden in den nächsten Tagen nehmen.
Mit Takeshi startete jetzt eine vorab nicht für möglich gehaltene Entdeckungsreise.
Abgelegene japanische Dörfer, versteckte Onsen (heiße Quellen) mit Blick auf die Berge, kleine Restaurants oder auch Tempelfeste bei denen unsere Jiu-Jitsu Meister nicht nur Zuschauer waren, sondern Dank der absoluten Gastfreundschaft auch mittendrin dabei seien durften, sind nur ein kleiner Teil der Highlights, die hier erlebt wurden.

Auch die Kampfkunst kam auf dieser Reise nicht zu kurz. Das Kyoto-Budo-City-Center oder auch Butokuden wurde besucht. Die Butokuden (dt. „Halle der Kriegstugenden“) bezeichnet die älteste Übungsstätte der Kriegskünste in Japan. Auf dem großen Gelände werden die verschiedensten Kampfkünste trainiert, von Aikido bis Sumo ist alles vertreten.
Auf Grund ihrer nun guten Insiderkontakte konnten unsere beiden Meister bei einigen Trainingseinheiten von verschiedenen Kampfkünsten dabei sein. Als erstes wurde die Schießanlage des Kyudo besucht und aus sicherer Entfernung den Bogenschützinnen zugeschaut. Auch das Kendo- und das Iaidotraining wurde besucht und so manches Foto geschossen. Der absolute Höhepunkt war dann aber der Besuch des Aikidotrainings. Waren die Japaner in den anderen Kampfkünsten eher reserviert und wortkarg, wurden hier die beiden Jiukas herzlich begrüßt und sofort auf die Matte gebeten. Eine ältere Dame, die auch das Training leitetet, nahm sich der Beiden an, führte sie durch den Trainingsraum und erklärte auch die ein oder andere Technik, die gerade trainiert wurde. Mit ein paar Worten Englisch aber auch ein wenig Deutsch zeigte sie nicht nur fachliches Können im Aikido. Zum Abschluss durfte dann natürlich ein Erinnerungsfoto nicht fehlen. Bei dieser Gelegenheit erwähnte die Aikidotrainerin beiläufig, dass sie bereits stolze 82 Jahre alt ist. Wie man sieht hält Kampfsport jung und kann in jedem Alter ausgeführt werden.

Wenn man dann schon in Kyoto ist und mit Kampfkünsten zu tun hat, dann darf natürlich ein Abstecher zum Denkmal von Miyamoto Musashi nicht fehlen. Dieses steht im Hachidai Shrine in den Bergen außerhalb Kyotos. Der Shrine ist klein und unscheinbar, strahlt aber eine Energie aus, die nicht mit Worten zu beschreiben ist. Unweit davon ist dann auch der Platz an dem Musashi gegen die Yoshioka-Familie im Jahre 1604 gekämpft hat. Dort ist ebenfalls eine Gedenkstätte errichtet. Die Geschichte besagt, dass die Yoshioka-Familie mit 72 Kämpfern antrat um Musashi zu töten, dieser aber in dem ungleichen Duell das Oberhaupt der Familie und mehr als die Hälfte der Yoshioka-Familie tötete. Der Rest ergriff dann die Flucht.
"An solch einem Ort zu stehen und mit dem Wissen was hier vor über 400 Jahren geschehen ist, macht schon eine besondere innere Stimmung" erzählten Peter und Uwe nach ihrer Heimkehr über den Besuch dieses besonderen Ortes.

Jede Reise hat mal eine Ende. Nach 14 Tagen Inside Japan mit vielen außergewöhnlichen Erlebnissen musste die Heimreise leider wieder angetreten werden. Stolz aber überaus glücklich über das Erlebte und auch froh die Familie wieder in die Arme schließen zu können, endete eine Reise zweier Jiu-Jitsu Meister, die ihres gleichen sucht.
Zen-Ki-Budo
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