Luthe degradiert - Riemann nach VfL-Debüt: "Gehe davon aus, dass ich jetzt spiele!"

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Manuel Riemann kam bislang in dieser Saison für den VfL Bochum nur im Pokal zum Einsatz. Jetzt ist er auch in der 2. Liga die Nummer eins im Tor. Fotos: Molatta

Es war DIE Personalie des Tages beim VfL Bochum: Trainer Gertjan Verbeek setzte beim 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim den bisherigen Stammtorhüter Andreas Luthe auf die Bank und gab Manuel Riemann den Vorzug. Der gab nach seinem Zweitliga-Debüt für den VfL mit Blick auf die letzten Wochen zu: „Es war nicht immer einfach für mich.“

„Ich war mit der Leistung insgesamt zuletzt nicht zufrieden. Dann muss man halt etwas ausprobieren. Ich wollte einen neuen Impuls setzen", begründete Gertjan Verbeek den Tausch nach dem Spiel.

Andi Luthe, 16 Spiele lang die Nummer eins vor Riemann, hatte schon vor Anpfiff per Facebook mit Unverständnis reagiert: „Mein Trainer nimmt damit einen Torhüter aus der Mannschaft, der zu den notenbesten Spielern der gesamten Zweitligaspielzeit gehört.“ Er wolle zudem „klar ausdrücken, dass die Worte, mit denen diese Entscheidung erklärt werden sollte, mich nicht annähernd zufrieden gestellt haben.“ Verbeek kündigte an, mit Luthe beim Training am Dienstag ein Gespräch über diese öffentliche Kritik zu führen.

Und Riemann? Der 27-Jährige, der im Sommer aus Sandhausen nach Bochum gewechselt war, gab sich nach dem Spiel im Interview eher unaufgeregt, aber selbstbewusst: „Ich gehe davon aus, dass ich jetzt bis zur Winterpause spiele.“

Manuel Riemann, wann haben Sie selbst vom Wechsel auf der Torwartposition erfahren?

Manuel Riemann: Am Samstag nach dem Training.

Waren Sie überrascht? Und wo sehen Sie die Gründe?
Ich habe alles gar nicht so extrem hinterfragt. Seit ich im Sommer zum VfL Bochum gekommen bin, habe ich die Situation fair akzeptiert, so wie sie war. Ich habe versucht, das Beste daraus zu machen – was nicht immer einfach für mich war. Ich habe trotzdem versucht, dem Trainer zu zeigen, dass ich es auch kann. Ich habe in jeder Woche, in jedem Training gezeigt, dass ich da bin. Der Wechsel jetzt war für mich auch ein bisschen überraschend, aber im Endeffekt freut es mich einfach. Ich hinterfrage es aber nicht, sondern nehme es so an, wie es ist. So wie ich es vorher auch getan habe. Damit war ich gut beraten.

Sie mussten in der ersten Halbzeit einmal hinter sich greifen. War der Schuss von Heidenheims Schnatterer unhaltbar?
Für mich wirkte er in dem Moment auf jeden Fall unhaltbar. Vor mir standen noch drei Mann, über deren Köpfe der Ball hinweg geht. Ich sehe ihn dann erst relativ spät, dazu stand die Sonne tief.

Wie geht’s jetzt weiter? Bleiben Sie im Tor?
Ich gehe davon aus, dass ich jetzt bis zur Winterpause erstmal spiele. Aber wie gesagt: Ich hinterfrage das alles nicht zu sehr. Ich gebe ab Dienstag im Training wieder Gas. Und dann schauen wir mal, wie es weiter geht.
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