Nora Hansel – eine starke Frau

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Nora Hansel trimmt sich aktuell für ihren ersten Halbmarathon.

Nora Hansel hat sich für das Jahr 2016 große Ziele gesteckt. Im März möchte die Weltmeisterin im Paratriathlon am Weir Venloop, einem der größten Halbmarathons Europas, teilnehmen. Für die neue Herausforderung in der niederländischen Grenzstadt Venlo startete die 30-Jährige jetzt mit dem Training.

Sechs Tage die Woche mit mindestens zwei Trainingseinheiten: So sieht Hansels sportlicher Alltag neben ihrem Vollzeit-Job bei der Agentur für Arbeit normalerweise aus. Bis zum 20. März legt sie jetzt noch einmal nach und trainiert nun auch noch für die Lauf-Langstrecke. Ziel ist es, die 21,0975 Kilometer des Halbmarathons in Venlo in unter zwei Stunden zu absolvieren.
Dank einer guten Unterschenkelorthese, die der Triathletin ein natürliches Laufgefühl zurückgibt, zeigt sie sich zuversichtlich: „Bisher bin ich zwar immer nur die fünf Kilometer eines Paratriathlons unter Wettkampfbedingungen gelaufen. Aber auch auf der Langstrecke fühle ich mich zunehmend sicherer.“
Nachdem die Welt- und Europameisterin im Para-triathlon – einer Variante des Triathlon für Sportler mit einer körperlichen Behinderung mit den Distanzen 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Schwimmen – nun doch nicht an den Paralympischen Spielen im Sommer in Rio de Janeiro teilnehmen kann, sucht sie jetzt die Herausforderung in einer für sie ungewohnten Disziplin.

Keine Startmöglichkeit in Rio


„Es war ein harter Schlag, dass ich mit meiner Behinderung vom Weltverband in eine neue Klasse eingestuft wurde, die in Rio nicht paralympisch ist, davon lasse ich mir aber nicht entmutigen“, sagt Hansel. Schließlich habe sie schon ganz andere Dinge weggesteckt. „Einen Halbmarathon zu laufen war auch schon vor meiner Zeit als Behindertensportlerin ein Ziel in meinem Leben.“

Einst eine erfolgreiche Nachwuchs-Biathletin


Ende der 1990er Jahre gehörte Nora Hansel zu den erfolgreichsten Nachwuchs-Biathletinnen Sachsens, musste jedoch aufgrund eines Hirntumors und den OP-Folgen den Leistungssport aufgeben. Trotz einer teilweisen Lähmung, Störungen der Bewegungskoordination und des Gleichgewichts rechtsseitig, konnte sie sieben Jahre nach der Entfernung des Tumors in den Leistungssport zurückkehren. 2013 entdeckte sie den Triathlon für sich. Ein Jahr später wurde sie Europa- und Weltmeisterin. Im gleichen Jahr wurde sie zur Sportlerin des Jahres NRW der Kategorie Behindertensport gewählt.
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