VfL Bochum: Bum, Bum - die Torfabrik der Liga

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Stanislav Sestak obenauf: Beim 4:1 gegen Heidenheim schnürte er erneut einen Doppelpack. Fotos: Andreas Molatta
 
Auch Michael Gregoritsch - der hier geherzt wird - traf nach seiner Einwechslung am Freitag.

Es war das Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig am 13. Februar. In dieser Partie waren knapp 30 Minuten gespielt, als der VfL Bochum den Schalter umlegte. Seither wird vor allem Spektakel geboten.

3:2 gegen Braunschweig, am Freitag nun 4:1 gegen den 1. FC Heidenheim, dazwischen drei Unentschieden. Stimmten die Ergebnisse bis Freitag noch nicht so recht, gilt bereits seit dem 3:3 gegen den FSV Frankfurt: Wer diesen VfL verpasst, verpasst was! Auch losgelöst vom Ergebnis, letzteres passte nun gegen die Schwaben auch noch.
Die Torfabrik der Liga steht aktuell an der Castroper Straße. 41 Treffer schaffte kein anderes Team in den bisherigen 25 Spielen. Ein Offensivduo wie Simon Terodde (25 Spiele, 13 Tore) und Stanislav Sestak (23/9) findet sich derzeit nicht einmal bei den Mannschaften aus der Spitzengruppe.
Top-Torjäger Terodde nach dem 4:1 gegen Heidenheim, wo er kurz vor Schluss noch einen Foulelfmeter verschoss: „In der Halbzeit waren wir ein wenig frustriert, weil wir höher hätten führen müssen. Im Endeffekt haben wir uns verdient durchgesetzt.“ Frustriert nach einer 2:1-Pausenführung wohlgemerkt – mit der begeisternden Spielweise steigen auch die Ansprüche wieder beim VfL.

„Aus“ für die U23



Steigende Ansprüche bei den Profis – zeitgleich das „Aus“ für die in der Regionalliga West spielende U23. Sportvorstand Christian Hochstätter: „Wir haben, zählt man den Lizenzspielerkader, die U23 und die U19 zusammen, insgesamt 70 Spieler für drei Mannschaften. Wenn der VfL im Profibereich weiter nach oben will, und das wollen wir, müssen wir die Nachwuchsabteilung noch mehr professionalisieren und umstrukturieren. Es gilt dort, die Besten für die Besten auszuwählen und auszubilden. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass aus unserer zweiten Mannschaft – mit Ausnahme der Torhüter – zu wenige Talente den Sprung in den Profikader geschafft haben, wohingegen die talentiertesten Spieler aus der U19 den direkten Weg zu den Lizenzspielern gegangen sind. Die Ersatzspieler bei den Profis haben zudem kaum die Gelegenheit, in der Regionalliga Spielpraxis zu erlangen, da die Spiele der U3 oft parallel zu den Spielen der Profis angesetzt sind.“
Die wirtschaftliche Komponente dieser Maßnahmen erläutert Wilken Engelbracht, kaufmännischer Vorstand beim VfL: „Mit dem Ausstieg aus der U23 und einer Reihe weiterer Einsparungsmaßnahmen, dazu zählen auch die Neuverhandlung diverser Dienstleistungsverträge (Energie, Versicherungen, Sicherheitsdienst und anderes), wird der Verein in der kommenden Saison 2015/16 seine jährlichen Kosten um etwa 1,5 Millionen Euro senken. Ein Teil der freigesetzten Mittel wird in die Stärkung des Lizenzspielerkaders für die kommende Saison investiert, ein weiterer Teil in die strategische Neuorientierung der Jugendarbeit. Wirtschaftlich ist diese Entscheidung alternativlos, um dauerhaft den Profibereich zu stärken und innovative Neuerungen im Jugendbereich zu realisieren. In Aufsichtsrat und Vorstand bestand stets Einigkeit, dass im Falle der Einstellung der U23 zeitgleich die Jugendarbeit gestärkt werden muss, um eine maximale Durchlässigkeit von Jugendspielern in die Profimannschaft zu ermöglichen.“
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