VfL Bochum lässt wichtige Punkte bei 1860 München liegen - Vergebener Elfmeter kostet möglichen Sieg

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Spiel auf Augenhöhe: Nach souveränem Hinspielsieg und dem Erfolg im DFB-Pokal reichte es für den VfL Bochum im dritten Aufeinandertreffen mit 1860 München nur zu einem 1:1. (Foto: VfL Bochum)

Der VfL Bochum tritt in der 2. Liga aktuell auf der Stelle. Beim 1:1 (1:1) gegen die abstiegsbedrohten Löwen aus München hatte Arvydas Novikovas den Sieg auf dem Fuß. Doch seinen Elfmeter in der 63. Minute parierte der Münchener Keeper Ortega. Zuvor hatte 1860-Stürmer Rubin Okotie die Hausherren in der 36. Minute in Führung gebracht. Marco Terrazzino glich kurz vor der Pause (44.) durch einen abgefälschten Schuss aus.

Zufrieden war nach der Partie niemand aus dem Lager des VfL. Das mittlerweile achte 1:1 (insgesamt spielte der VfL bislang neunmal Unentschieden in dieser Saison) brachte die Bochumer keinen Schritt weiter. Nachdem der SC Freiburg heute seine Partie gegen Sandhausen mit 2:0 für sich entschied, ist der Abstand auf einen direkten Aufstiegsplatz auf acht Punkte angewachsen. Und auch der Delegationsplatz rückt weiter weg, sollte Nürnberg im Montagsspiel gegen Düsseldorf dreifach punkten.

STIMMEN ZUM SPIEL

Gertjan Verbeek (Cheftrainer VfL Bochum):
Es war vor allem in der ersten Halbzeit kein gutes Spiel von uns, da fehlte das Tempo. Wir hatten zwar viel Ballbesitz, haben aber wenig an Chancen kreiert. Dass es dennoch 1:1 zur Pause stand, war ein wenig glücklich, nicht zuletzt, weil der Schuss von Marco Terrazzino an den Innenpfosten zunächst nicht wirklich torgefährlich aussah. In der zweiten Halbzeit lief es ein bisschen besser, es hat aber trotzdem nicht für drei Punkte gereicht. Wenn man aufsteigen will, dann muss man Verantwortung übernehmen. Das gilt auch und insbesondere für einen Strafstoß. Es gibt eine Reihenfolge, wer die Elfmeter schießen soll. Daran haben wir uns nicht gehalten und insofern müssen wir mit dem Unentschieden zufrieden sein. Ich bin es nicht.


Benno Möhlmann (Cheftrainer TSV 1860 München):

Ich denke, dass wir mit dem Punkt absolut zufrieden sein sollten. Wir haben gegen einen VfL gespielt, der etwas sicherer war und in seinen ganzen Abläufen selbstbewusster aufgetreten ist. Wir haben versucht, ihnen das Leben schwer zu machen, indem wir das Zentrum verdichtet und sehr kompakt gestanden haben. Letztlich sind wir durch eine Standardsituation in Führung gegangen. Für uns war es blöd, dass wir uns kurz vor der Pause das Gegentor gefangen haben. In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel, das durchaus hätte mit einem Sieg für den VfL ausgehen können, nicht allein aufgrund der Elfmetersituation. Wir hatten aber auch noch ein paar Situationen, unter anderem den Lattentreffer, um es zu unseren Gunsten zu entscheiden. Unterm Strich halte ich das Ergebnis für gerecht. Damit sind wir wieder in der Spur und müssen zusehen, dass wir diese Spur halten oder sogar etwas breiter machen.

Christian Hochstätter (Sportvorstand VfL Bochum):
Wir müssen nach so einem Spiel als Sieger vom Platz gehen. Man bekommt einen Elfmeter, verschießt diesen und steht am Ende dann nur mit einem Punkt da. Aus meiner Sicht hatten wir schon in der ersten Halbzeit zu wenig Tempo und Aggressivität im Spiel, um den Gegner so zu bespielen, dass wir am Ende das Feld als Sieger verlassen. Sechzig hatte großen Respekt vor uns. Wir haben sie durch eine Nachlässigkeit bei einem Standard wieder stark gemacht. Es sind noch genug Spiele und es geht weiter. Wir werden keinen Millimeter von unserer Marschroute abgehen. So lange es theoretisch und praktisch möglich ist aufzusteigen werden wir es probieren.

Marco Terrazzino (VfL-Torschütze zum 1:1):
Der Punkt bringt uns nicht weiter. Wir wollten heute drei Zähler mitnehmen und haben bis zum Schluss nach vorne gespielt. Leider haben wir den Elfmeter nicht nutzen können. Wir haben in den letzten zwei Spielen vier Punkte liegen gelassen. Dennoch müssen wir weiter nach vorne schauen und es gegen Sandhausen besser machen.

Patrick Fabian (VfL-Kapitän):
Wir können hier nicht mit dem Punkt zufrieden sein. Es ist das gefühlt siebentausendste 1:1 in den vergangenen zwei Jahren und ist dann einfach zu wenig. Wir haben die erste Halbzeit zu lethargisch gespielt, uns von 1860 in die Irre führen und sie durch ein Standardgegentor in Führung gehen lassen. In der zweiten Halbzeit haben wir wesentlich besser gespielt, es fehlte jedoch die letzte Gier das Ding über die Linie zu drücken. Es stehen noch zwölf Spiele an, die Konkurrenz wird auch nicht jedes Spiel gewinnen und dann müssen wir da sein und diese Schwächen ausnutzen.

Weitere Infos: VfL Bochum
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