VfL Bochum: Läuft´s diesmal nach den Länderspielen?

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Malcolm Cacutalua (rechts) debütierte jetzt in der deutschen U21 und spielte als Stellvertreter des verletzten Felix Bastians zuletzt zweimal von Beginn an im VfL-Trikot. Kollege Tim Hoogland (links) bestritt alle zehn bisherigen Ligaspiele. Foto: Andreas Molatta
 
Die VfL-Profis Simon Terodde, Patrick Fabian und Andreas Luthe (von links) gehen mit gutem Beispiel voran und spenden ihre Fußballschuhe für Flüchtlinge. Foto: VfL Bochum

An die letzte Länderspielpause haben sie beim VfL Bochum schlechte Erinnerungen.

Drei Unentschieden und eine Niederlage standen im September beim aktuellen Tabellenführer zu Buche. Vor dem Spiel am Sonntag gegen Leipzig lautet nun die große Frage: Läuft´s diesmal nach den Länderspielen?
Einen deutschen U21-Nationalspieler aus Bochumer Reihen brachte die Pause immerhin hervor. Der nachnominierte Malcolm Cacutalua feierte beim 6:0 auf den Färöer-Inseln seinen Einstand. Zur zweiten Halbzeit wurde der Innenverteidiger dort eingewechselt. Derweil brachte sich ein Kollege aus der Defensivabteilung in Erinnerung. Im Test gegen den 1. FC Köln in der Vorwoche (3:0) spielte Jan Simunek über volle 90 Minuten. Nach zwei schweren Hüftoperationen scheint der Tscheche nun endlich wieder eine echte Option für die Startelf zu sein. In dieser Saison reichte es bisher nur zu zwei Kurzeinsätzen über jeweils gut zehn Minuten am ersten und dritten Spieltag.

Cacutalua oder Simunek? Antwort: Bastians


Cacutalua oder Simunek – die Antwort wird Felix Bastians heißen. Der gebürtige Bochumer zog in dieser Woche nach überstandenem Bänderriss im Sprunggelenk das volle Trainingsprogramm durch und wird neben Kapitän Patrick Fabian verteidigen. Damit ist die erfolgreiche, in dieser Saison noch ungeschlagene, erste Stammelf wieder komplett. Zehn Spieler kamen in allen zehn bisherigen Ligaspielen zum Einsatz. Große Konstanz beim VfL.

Schuhe und Einladung für Flüchtlinge


Wie schon in der vergangenen Saison lädt der Verein am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Leipzig 1 200 Flüchtlinge ins Stadion ein. Die Flüchtlinge kommen aus verschiedenen Unterkünften im gesamten Stadtgebiet. Dies ist gleichzeitig der Startschuss der Aktion „Willkommen im Fußball“, an der insgesamt 20 Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga teilnehmen.
Nach Abstimmung mit der Flüchtlingshilfe Bochum kann und will der VfL gemeinsam mit seinen Fans Hilfe leisten. Als ein Bedarf wurde Sportbekleidung ausgemacht, speziell Fußballschuhe. Die Lizenzspieler sind daraufhin mit gutem Beispiel vorangegangen und haben eine Sammelaktion gestartet, indem sie ihre Fußballschuhe an die Flüchtlinge weiterreichen. Darüber hinaus kam die Anregung zu einem Sachspendenaufruf aus dem Mannschaftskreis, in dessen Rahmen der VfL bis einschließlich morgen gut erhaltene Fußballschuhe für die Flüchtlinge sammelt.
Die Lizenzspielerabteilung des VfL ist in Vorleistung getreten. Stellvertretend für die gesamte Mannschaft spendeten Patrick Fabian, Andreas Luthe und Simon Terodde die ersten Paare. Die Fans können die Schuhspenden am Spieltag im Ostkurventreff in einer dafür bereitgestellten Schuh-Box abgeben.
Die insgesamt 1 200 Neu-Bochumer werden morgen von ehrenamtlichen Helfern auf dem Weg ins Stadion begleitet. Unterstützt wird die Einladung von der Bogestra, die sich um die An- und Abreise kümmert.

„Herz“ gegen „Werbeabteilung“


Der sonntägliche Gegner stellt das komplette Kontrastprogramm zum VfL dar und dürfte darüber hinaus der Verein sein, dem bundesweit die leidenschaftlichste Antipathie entgegenschlägt. „Hier wo das Herz noch zählt“ erwartet die „fußballspielende Werbeabteilung eines Brauseunternehmers“. Außerhalb von Leipzig ist der Verein mit dem Namen „RasenBallsport“ wenig gelitten. Dies führt immer mal wieder zu kuriosen Situationen. So wurden in der vergangenen Saison vor dem Spiel in Düsseldorf von der Stadionregie folgende Songs zur Begrüßung der Konzerntochter eines österreichischen Milliardärs gespielt: „Money, Money, Money“ (Abba), „Ohne dich“ (Die Ärzte), „Material Girl“ (Madonna) und „Kauf mich“ (Die Toten Hosen).
Ungewöhnlich deutlich bezog der FC St. Pauli in dieser Spielzeit Position gegen RBL. Bei der Terminübersicht auf seiner Homepage zeigt der Kiezclub das Logo – anders als sonst üblich – nicht. Stattdessen steht dort nur „Leipzig“. Um dieses Logo in seiner Ursprungsform hatte es im Vorfeld großes Theater auch mit der Deutschen Fußball-Liga gegeben, weil es allzusehr an das Etikett der Brause angelehnt war.
Und weil es so prima zum „Werbeblock“ passt: Bochums Trikotsponsor „Netto“ präsentiert am Sonntag einige Aktionen für die Stadionbesucher. Dazu zählt unter anderem auch das „Bullriding“...
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