VfL Bochum: Mit Punkt, Lob und Personalsorgen ins Aue-Spiel

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Nils Quaschner könnte gegen Aue für den gesperrten Mlapa ins Sturmzentrum rücken. Archivfoto: Molatta
 
Gertjan Verbeek sah in Stuttgart von seinem VfL "richtig guten Fußball" - und am Sonntag gegen Aue? Archivfoto: Molatta
Bochum: Vonovia Ruhrstadion |

Nach der starken Leistung beim Tabellenführer in Stuttgart hoffen die Fans des VfL Bochum auf eine Fortsetzung am Sonntag (19.3., 13.30 Uhr) gegen Erzgebirge Aue. Allerdings muss Gertjan Verbeek die Mannschaft schon wieder umbauen – und gewinnen konnte der VfL bislang nur eines seiner drei Heimspiele in diesem Jahr.

Erst eine mutige, offensivfreudige und fußballerisch ansprechende Leistung, dann ein aufopferungsvoller, leidenschaftlicher Kampf – das 1:1-Unentschieden beim VfB Stuttgart hatte aus Bochumer Sicht nahezu alles, was einen guten Auftritt des VfL ausmacht. Und das mit einem Team, dessen Altersdurchschnitt gerade mal bei 20,4 Jahren lag. Kein Wunder, dass auch die Verantwortlichen nach dem Punktgewinn voll des Lobes waren. „Die Mannschaft hat gezeigt, was für eine Qualität in ihr steckt“, freute sich Sportvorstand Christian Hochstätter – und legte damit auch gleichzeitig die Messlatte für die nächsten Auftritte ein Stück höher.

Denn dass dieser VfL Bochum zu starken Leistungen fähig ist, steht außer Frage. Die Mannschaft zeigt es nur zu selten so wie in Stuttgart. „Jeder konnte sehen, dass wir richtig guten Fußball gespielt haben“, war auch Gertjan Verbeek vor allem von der ersten halben Stunde richtig angetan, als Bochum durch Losilla in Führung gegangen war und sich weitere gute Möglichkeiten erspielt hatte. Als der Druck der Gastgeber später größer wurde, hatte Bochum erfolgreich in den Kampfmodus geschaltet und durfte am Ende einen „Punkt der Leidenschaft“ feiern, wie es Johannes Wurtz ausdrückte. „Wie die junge Mannschaft vor 45000 Zuschauern bestehen kann in den letzten 20 Minuten, das wird ihr viel geben für die nächsten Tage und Wochen“, hofft Hochstätter.

Hoogland als neuer Held

Dass an diesem Abend im Schwabenland gleich noch ein neuer Held geboren wurde, passt ins Bild. Tim Hoogland schleppte sich mit verletztem Sprunggelenk gute zwanzig Minuten über den Platz, weil Verbeek zu diesem Zeitpunkt schon drei Mal gewechselt hatte. Auch das verbuchte Christian Hochstätter als gutes Zeichen: „Tim hat sich voll in den Dienst der Mannschaft gestellt und auf die Zähne gebissen. Dass zeigt, dass diese Mannschaft intakt ist.“

Hoogland steht aber zugleich auch für das nächste Problem, dass der Trainer mit Blick auf die kommende Partie gegen Aue hat. Der Innenverteidiger fällt erst einmal aus – und das gilt ebenso für Peniel Mlapa, der in Stuttgart seine fünfte Gelbe Karte sah. Als Ersatz für den Stürmer könnte am Sonntag Nils Quaschner ins Zentrum rücken, Tom Weilandt wäre dann eine Alternative für die Außenbahn. Als Hoogland-Ersatz steht Pawel Dawidowicz bereit.

Ungeachtet aller Wechselspiele wird der VfL Bochum am Sonntag vor einer ganz anderen Herausforderung stehen als noch in Stuttgart. Zum einen wird die Elf aus dem Erzgebirge, die nach dem Trainerwechsel zu Domenico Tedesco und dem Sieg über Karlsruhe gerade neuen Rückenwind im Abstiegskampf verspürt, vor allem auf eine aggressive Zweikampfführung und eine massive Deckung (Fünferabwehrkette) setzen. Die Verbeek-Elf wird also als Favorit mehr denn je gefordert sein, das Spiel zu machen und sich spielerische Lösungen einfallen zu lassen, um die Punkte am Ende im Ruhrstadion zu behalten. Das gelang in dieser Spielzeit noch nicht so oft wie erhofft: Nur fünf von zehn Heimspielen beendete der VfL als Sieger, zuletzt gab es auf heimischem Platz sogar die erste Saisonniederlage gegen Fortuna Düsseldorf.
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