VfL Bochum will Auswärtssieg: Nürnberg als gutes Omen?

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Peniel Mlapa wartet in diesem Jahr noch auf seinen ersten Treffer. Im Hinspiel gegen Nürnberg traf er doppelt. Foto: Molatta
Bochum: Vonovia Ruhrstadion |

Kann der VfL Bochum auch auswärts? Seit Ende September haben die Profis auf fremden Plätzen nicht mehr gewonnen. Am Sonntag (26.2., 13.30 Uhr) gibt es die nächste Chance beim 1. FC Nürnberg. Die Statistik macht Mut: Bislang gab es in der 2. Liga gegen den Club noch keine Niederlage – aber in neun Vergleichen schon sieben Siege.

Das Hinspiel im Vonovia Ruhrstadion war ein wahres Tor-Spektakel, das auch bei den Fans Lust auf mehr gemacht hat. In der spektakulären Partie setzte sich der VfL am Ende mit 5:4 durch – nach einer frühen 2:0-Führung hatte sich Nürnberg bis zur Pause wieder auf ein 3:3-Remis herangekämpft, dann stellte Peniel Mlapa mit seinem zweiten Treffer die Weichen auf Sieg.

Mlapa wartet auf erstes Tor 2017

Es sollte bis heute der einzige Doppelpack von Mlapa bleiben. Nur allzu gerne würde der Stürmer gegen seinen Ex-Klub auch am Sonntag wieder treffen. In den letzten Partien leidet Mlapa unter einer ausgeprägten Ladehemmung. Er kämpft, stellt sich in den Dienst der Mannschaft – aber trifft das Tor nicht mehr. Sein letztes Erfolgserlebnis feierte der 26-Jährige Ende der Rückrunde auf St. Pauli. In der Rückrunde hat er noch gar nicht getroffen und seinen Status als bester Torschütze des VfL mit sechs Treffern inzwischen an Johannes Wurtz abgeben müssen (7 Tore).

Vielleicht taugt Nürnberg als gutes Omen für Mlapa, vielleicht auch für den VfL allgemein. Wenn die schon chronische Auswärtsschwäche mal enden soll, wann dann - wenn nicht bei den Franken. In keinem der bisherigen neun Aufeinandertreffen in der 2. Liga konnte der 1. FC Nürnberg den Platz als Sieger verlassen. Gegen keinen anderen aktuellen Zweitligisten hat der Club eine so schlechte Zweitliga-Bilanz wie gegen den VfL. Bei vier Gastspielen im heutigen „Grundig Stadion“ setzten sich drei Mal die Bochumer durch, ein Mal trennte man sich unentschieden. Und seit stolzen 25 Jahren (!) blieb der VfL in Nürnberg nicht mehr torlos.

Einziger Auswärtssieg in Aue

Die Voraussetzungen stehen also nicht allzu schlecht, den Auswärtsfluch dieser Spielzeit endlich zu brechen. Seit Ende September konnte die Verbeek-Elf keine Dreier mehr von fremden Plätzen mitnehmen. Der 4:2-Erfolg bei Erzgebirge Aue ist der bislang letzte und bisher auch einzige Auswärtssieg dieser Spielzeit.

Was neben den statistischen Daten Mut macht: Die Moral stimmt an der Castroper Straße, das hat die Aufholjagd gegen Würzburg gezeigt. Mit dem späten Doppelpack zum 2:1-Erfolg hat der VfL auch etwas für das eigene Selbstvertrauen getan. Und Trainer und Mannschaft haben gezeigt, dass sie mit taktischen Umstellungen (Dreierkette in der Abwehr) auch während eines Spiels erfolgreich reagieren können.

Einzig die Personalsituation beim VfL ist von optimal immer noch ein gutes Stück entfernt. Zwar kann Stefano Celozzi nach diversen Muskel- und Sehnenverletzungen wieder regelmäßig trainieren und steht vor dem Sprung zurück in die Mannschaft. Dafür fehlen neben den anderen Dauerpatienten von Fabian bis Perthel am Sonntag in Nürnberg aber auch die gelbgesperrten Marco Stiepermann und Tom Weilandt.
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