VfL: Fürther Filiale "anne Castroper"

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VfL-Finanzvorstand Wilken Engelbracht begrüßte Johannes Wurtz (links) und Marco Stiepermann an der Castroper Straße. Foto: VfL Bochum

Früher war Fürth der Sitz des Versandhausriesen Quelle. Nach alter Einzelhandelssitte könnte man nun von einem dortigen "Sommerschlussverkauf" sprechen. Der Kunde an der Kasse kommt aus Bochum, er schnappte sich gleich mal ein Trio.

Tom Weilandt (86 Zweitligaspiele/elf Tore) wurde bereits im Mai unter Vertrag genommen, am Donnerstag gab der VfL die Verpflichtung von Marco Stiepermann (138 Zweitligaspiele/18 Tore) und Johannes Wurtz (64 Zweitligaspiele/acht Tore) bekannt. Stiepermann erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019, Wurtz hat bis zum 30. Juni 2018 unterzeichnet.

Das finanziell gute Angebot aus Bochum


Ramazan Yildirim, Direktor Profifußball bei der Spielvereinigung: „Marco hat uns in den Gesprächen deutlich signalisiert, dass er sich gerne verändern möchte. Nachdem wir das finanziell gute Angebot vom VfL erhalten haben, haben wir uns damit auseinandersetzen müssen. Da wir Marco im kommenden Sommer ablösefrei hätten ziehen lassen müssen, haben wir uns letztlich für diesen Transfer entschieden, zumal es uns wichtig ist, Spieler zu haben, die zu 100 Prozent hier sein wollen.“

Deutscher Meister unter Klopp


Der 25-jährige Stiepermann begann seine Karriere in seiner Heimatstadt bei Borussia Dortmund, wo er siebenmal in der Bundesliga zum Einsatz kam und sich Deutscher Meister 2011 nennen darf. Über die Stationen bei den Zweitliga-Absteigern Alemannia Aachen und Energie Cottbus landete der 1,90 m große Offensivakteur schließlich vor zwei Jahren am Fürther Ronhof. Von der U15 bis zur U20 hat der Dortmunder sämtliche DFB-Auswahlmannschaften durchlaufen, insgesamt 57 Länderspiele mit zwölf Treffern stehen in seiner Vita. VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter ist hochzufrieden mit dem Transfer: „Marco Stiepermann verfügt über sehr viel Routine, gerade was die 2. Bundesliga angeht, und hat in den letzten Jahren stets zum Stamm bei seinen jeweiligen Vereinen gezählt. Er verfügt über eine außerordentliche Technik, über ein hohes Maß an Spielintelligenz und tritt gute Standards."
Der dritte Akteur, der zur neuen Saison aus Franken nach Bochum wechselt, ist Johannes Wurtz. Der 23-Jährige kam in der abgelaufenen Spielzeit auf 20 Einsätze. Im Sommer 2014 wechselte der gebürtige Neunkirchener nach den Stationen 1. FC Saarbrücken, Werder Bremen und SC Paderborn zur SpVgg Greuther Fürth. Für Werder absolvierte Wurtz in der Spielzeit 2012/13 zwei Bundesligapartien. Darüber hinaus kam er zu fünf Einsätzen für die deutsche U20-Nationalmannschaft. „Johannes Wurtz ist im Offensivbereich flexibel einsetzbar und kann verschiedene Positionen bekleiden. Ich verfolge seinen Weg schon, seit er beim 1. FC Saarbrücken gespielt hat", sagt Hochstätter.
Außer den drei Fürthern wurde noch Kevin Stöger (61 Zweitligaspiele/vier Tore) geholt, der zuletzt für Zweitliga-Absteiger SC Paderborn 07 kickte.
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