VfL: Greuther Fürth - Horror "anne Castroper"

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Mit Kopf, Fuß - und diesmal auch mit Daumen: Felix Bastians kickt mit dem VfL gegen Greuther Fürth und hofft gleichzeitig auf einen Leipziger Sieg in Nürnberg. Foto: Andreas Molatta

Zehnmal unbesiegt, darunter fünf Siege – der VfL schreibt aktuell in der 2. Fußball-Bundesliga durchaus eine Erfolgsgeschichte. Doof nur das andere noch erfolgreicher sind als der Tabellenvierte.

Leipzig, Freiburg und Nürnberg marschieren vorneweg. Wenigstens nehmen sich die Sachsen und die Franken gegenseitig Punkte weg, wenn sie am Sonntag, 20. März, ab 13.30 Uhr zeitgleich mit Bochum aufeinandertreffen.
An der Castroper Straße gastiert die Spvgg. Greuther Fürth und Abwehrspieler Felix Bastians ist dann nicht nur mit Kopf und Fuß seines Körpers beschäftigt: „Wir drücken beim Duell Leipzig gegen Nürnberg den Leipzigern die Daumen und hoffen, dass wir durch einen Sieg gegen Fürth näher an den Club heranrücken können.“ In dieser Konstellation würde der Abstand zwischen Bochum und Nürnberg auf vier Zähler schmilzen.
Ein Blick in den Rückspiegel zum Thema Greuther Fürth offenbart ein wenig Freude – aber auch gaaaanz viel Horror. Das Hinspiel gewannen die Blau-Weißen mit 5:0, bisher der höchste Saisonsieg. Die Heimbilanz gegen die Spielvereinigung ist dagegen ein einziges Kabinett des Grauens. Kein einziges (!) der bisher sieben Zweitligaduelle konnte der Gastgeber gewinnen. Viermal siegten dabei die Gäste. Wenn der Begriff „Angstgegner“ für Heimspiele passt, dann hier. Jede Unterstützung ist also willkommen. Sport-Vorstand Christian Hochstätter: „Wenn die anderen straucheln, müssen wir da sein, sie müssen unseren Atem spüren. Ich hoffe, dass unser Publikum unsere guten Leistungen in den letzten Wochen honoriert und gegen Fürth zahlreich im Stadion erscheint. Wir brauchen die Zuschauer im Rücken, wenn wir weiter angreifen wollen!“

Absteiger aus Paderborn und Düsseldorf


Klappt es nicht mehr mit dem Relegationsplatz, gilt dennoch: Je höher der Tabellenplatz, umso besser für die Kasse. Denkt sich der Fan im Bezug auf die Verteilung der Fernsehgelder. Die hier zugrundeliegende Arithmetik ist allerdings nicht auf Anhieb durchschaubar. Vergangene Spielzeiten der eigenen Mannschaft, als auch anderer Vereine spielen da mit hinein. Für die letzte Saison kassierte der VfL als Elfter der Abschlusstabelle, in der Mehrjahreswertung nach sportlich schlechten Spielzeiten jedoch nur als 13. Zweitligist gewertet, einen Grundbetrag von gut sechs Millionen Euro. Hinzu kommen kleinere Beiträge aus zusätzlichen Vermarktungen.
Vor dem mit 2:0 gewonnenen Spiel am Montag in Kaiserslautern stand Bochum in der Fernsehgeld-Tabelle mit 132 Punkten auf Rang elf. Damit könnte der Verein eine TV-Mehreinnahme von gut 700.000 Euro einkalkulieren. Jetzt kommen andere ins Spiel. Platz elf geht nämlich verloren, wenn der aktuelle Tabellenvorletzte Paderborn den Klassenerhalt schafft. Aus ihrem sportlichen Höhenflug in den beiden letzten Jahren mit Bundesligaaufstieg und einem Jahr erste Liga haben die Ostwestfalen gegenüber dem VfL ein Punkteguthaben, dass nachwirkt. Auch ein Düsseldorfer Abstieg würde sich für die Blau-Weißen positiv auswirken. Muss die Fortuna runter würde der VfL von den Landeshauptstädtern den zehnten Platz übernehmen, dies würde ein Plus von knapp 350.000 Euro ausmachen. Unterm Strich: Um kurzfristig mehr Kasse zu machen, müssten die genannten NRW-Konkurrenten absteigen.
Abhängig von anderen: Dies gilt aktuell für Bochums Perspektiven sowohl auf, als auch neben dem Platz.
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