VfL punktet auch gegen Hannover – Torschütze Wurtz: „Wir müssen demütig bleiben“

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Johannes Wurtz erzielte sein erstes Zweitliga-Tor für den VfL Bochum.
Bochum: Vonovia Ruhrstadion |

Im dritten Anlauf hat’s geklappt für Johnnes Wurtz: Gegen Hannover 96 hat der Neuzugang, der im Sommer aus Fürth an die Castroper Straße gewechselt ist, sein erstes Bundesligator für den VfL Bochum geschossen.

Bereits in den ersten beiden Ligapartien hatte Trainer Gertjan Verbeek den Offensivspieler eingewechselt, dieses Mal knipste Wurtz. Richtig freuen konnte sich Bochums Nummer neun aber trotzdem nicht: Zum einen trennte sich der VfL am Ende nur 1:1 von Hannover, weil die Gäste keine zwei Minuten nach der Bochumer Führung durch Sané zum Ausgleich kamen. Zum anderen hatte der 24-Jährige sogar noch das Siegtor auf dem Fuß, scheiterte aber am starken 96-Keeper Philipp Tschauner.

Im Interview spricht Johannes Wurtz über die entscheidenden Szenen der Partie, seine Rolle beim VfL und die Perspektiven der Mannschaft.

Johannes Wurtz, wie haben Sie selbst Ihren ersten Ligatreffer für den VfL Bochum erlebt?
Johannes Wurtz: Es war ein super Pass von Marco Stiepermann, der mir den Ball genau in den Lauf gespielt hat. Ich laufe in die Tiefe – und dann habe ich den Ball am Keeper vorbei reingeschoben.

Sie persönlich dürften also sehr zufrieden sein mit dem Spiel gegen Hannover?
Ich bin ein bisschen im Zwiespalt. Auf der einen Seite habe ich mein erstes Tor gemacht für den VfL. Darüber freue ich mich natürlich. Auf der anderen Seite hätte ich auch noch den Siegtreffer erzielen können. Ärgerlich, dass ich den Ball nicht reingemacht habe. Das wäre dann das Optimum gewesen.

Warum hat’s nicht geklappt mit dem Doppelpack?
Ich hätte in dieser Situation ruhiger bleiben müssen und den Ball erst annehmen müssen. Dann wäre es wahrscheinlich auch ein Tor geworden. So schieße ich den Torwart an. Wirklich ärgerlich, da war auf jeden Fall mehr drin für uns.

"Wir waren mit Hannover 96 auf Augenhöhe"


Geht die Punkteteilung am Ende in Ordnung, auch wenn Hannover insgesamt mehr vom Spiel hatte?
Ich bin der Meinung, dass es eine ausgeglichene Partie war. Hannover hatte gute Chancen, aber wir hatten auch unsere Möglichkeiten. Unter dem Strich fand ich, dass wir mit Hannover 96 auf Augenhöhe waren. Mit ein bisschen Glück hätten wir dieses Spiel auch gewinnen können.

Für den VfL Bochum war es gegen einen der Aufstiegsfavoriten auch schon eine Art Standortbestimmung. Was sagt das Unentschieden jetzt über den VfL und die eigenen Ambitionen aus?
Es steckt auf jeden Fall großes Potenzial in unserer Mannschaft. Aber wir müssen demütig bleiben. Wir als VfL müssen in jeder Woche und gegen jeden Gegner immer alles abrufen, um zu gewinnen. Die 2. Liga ist insgesamt sehr ausgeglichen. Daher dürfen wir uns auf keinen Fall auf diesen fünf Punkten aus den ersten drei Spielen ausruhen. Wir müssen im nächsten Spiel direkt wieder an diese Leistungen anknüpfen.

Sie selbst werden vom Trainer immer mal auf einer anderen Position eingesetzt. Für Sie ist das vermutlich nicht so einfach?

Einfach ist es nicht. Man muss schon flexibel sein. Und man muss sich auch im Training immer bewusst machen, wo man eingesetzt werden könnte. Entsprechend muss man sich die Laufweg überlegen, damit man sich dann auch in das System einfindet. Aber die Hauptsache ist für mich, dass ich auf dem Platz stehe und spielen kann,

Ihre Wunschposition wäre aber schon ganz vorne in der Spitze?

Klar, Tore zu schießen macht immer Spaß! Und ich bin nun mal ein Offensivspieler. Es wird sich im Laufe der Saison zeigen, wo der Trainer mich am besten sieht. Ich werde auf jeden Fall auf jeder Position mein Bestes geben und alles versuchen. Ich werde weiter Gas geben und mich anbieten.
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