VfL schlägt Ingolstadt - Lob von Bastians: "Forssell ist ein echter Vollblutstürmer"

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Felix Bastians schaut nach oben.
 

Mit dem 3:1-Sieg über Ingolstadt hat der VfL Bochum im Endspurt der Saison ein dickes Ausrufezeichen gesetzt: Klassenerhalt endgültig gesichert, vierter Heinsieg der Saison ausgerechnet gegen den designierten Zweitliga-Meister - und das alles ersatzgeschwächt.

Innenverteidiger Felix Bastians fand nach dem Spiel vor allem lobende Worte für zwei Bochumer Spieler, die zunächst nicht in der Startelf standen, lieferte eine selbstbewusste Analyse der Partie und freut sich jetzt auf die Fahrt ans Millerntor.

Felix Bastians, mit dem Sieg über Ingolstadt hat der VfL den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt gemacht.
Felix Bastians: Ich habe mir auch vor diesem Spiel keine Sorgen gemacht. Wenn wir das noch hergeschenkt hätten, dann wären wir selbst schuld gewesen. Das war eigentlich kein Thema für mich.

Aber die Konkurrenz aus dem Tabellenkeller hatte mit Siegen noch mal ordentlich Druck gemacht. Hat Sie das nicht etwas nervös gemacht?

Gar nicht! Ich sehe die Mannschaften unten nicht als Konkurrenz. Ich blicke lieber nach oben als nach unten.

"Wenn man uns lässt, können wir es ganz gut"



Apropos oben: Wie gut hat es denn jetzt getan, den designierten Meister der 2. Liga zu schlagen? Gegen andere Spitzenteams wie Kaiserslautern und Leipzig hatte es zuletzt noch Niederlagen gegeben.

Wir waren auch gegen diese anderen Mannschaften nicht chancenlos. Wir wussten, dass uns Ingolstadt eigentlich liegt, wenn wir unser Spiel durchziehen. Sie attackieren nicht sehr hoch, lassen einen Fußball spielen. Und wenn man uns lässt, dann können wir es auch ganz gut. Wenn der Gegner nicht so viel Druck macht, dann läuft der Ball bei uns gut. Und dann wird es schwierig, das gegen uns zu verteidigen.

Selbst Fußball zu spielen war also der Schlüssel zum Sieg über Ingolstadt?

Wir haben von Anfang an versucht Fußball zu spielen. Wir wussten, dass Ingolstadt viel mit langen Bällen spielt und viel auf den zweiten Ball geht. Wir haben probiert, flach hinten heraus zu spielen. Da kann nicht jeder Ball klappen, aber wir standen bei Ballverlusten eigentlich auch in der ersten Halbzeit sicher. Dann haben wir uns zwar ein schönes Ei selbst reingelegt, sind aber durch den Elfmeter noch vor der Pause wieder ins Spiel gekommen. Das hat uns für die zweite Halbzeit Selbstvertrauen gegeben.

Je länger das Spiel lief, desto besser und befreiter hat der VfL dann aufgespielt.

Na klar, weil der Gegner auch müde wurde. Ingolstadt hat versucht, mit drei Stürmern anzulaufen. Wenn wir dann die Außenverteidiger frei bekommen, wird es zäh für die Spieler. Je länger das Spiel lief, desto schwerer wurden die Beine des Gegners. Wenn wir dann ruhig bleiben und weiter Fußball spielen, dann ergeben sich auch Räume.

"Ich freue mich wahnsinnig für Forssell und Tasaka"



Mit Mikael Forssell und Yusuke Tasaka haben ausgerechnet zwei Einwechselspieler für die Entscheidung gesorgt.

Ich freue mich wahnsinnig für die Zwei. Beide haben in den letzten Wochen unheimlich hart gearbeitet. Sie hatten zuletzt wenige Spielanteile und haben jetzt die entscheidenden Tore gemacht. Das ist umso schöner. Ich denke, dass freut auch jeden Einzelnen in der Mannschaft und im kompletten Trainerstab. Und bei Mikael hat man gesehen, dass er ein echter Vollblutstürmer ist. Wenn er seine Spielanteile hat, dann ist er vorne brandgefährlich.

Der VfL hat sich in der Tabelle jetzt auf Rang neun vorgeschoben. Aber das muss ja noch nicht das Ende sein.

Wir haben jetzt am Sonntag ein schönes Spiel beim FC St. Pauli. Dort wird sicher eine Wahnsinnsatmosphäre sein. Auf diese Partie freue ich mich schon richtig.
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