Ist der Gerther Markt noch zu retten?

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  Bochum: Gerther Marktplatz | Bis vor etwa einem Jahrzehnt war Gerthe noch ein bedeutender Marktflecken im Bochumer Norden. Der Gerther Markt war Nahversorgungszentrum auch für umliegende Stadtteile wie Hiltrop, Bergen und Harpen. Es gab am Mittwoch und Samstag jeweils mehrere Stände für Wurst und Fleisch, Geflügel, Fisch, Obst und Gemüse, Blumen, Backwaren, Bekleidung, Kurzwaren und mehr. Freitags gab es noch einen kleinen Fischmarkt mit zwei Ständen. Rund um den Markt und in der Fußgängerzone Gerther und Lothringer Straße herrschte ein reges Treiben. Die dort ansässigen Kaufleute und Geschäfte profitierten von dem Besucherboom. Laut Bochum-Marketing „ist er ein klassischer Stadtteilmarkt am Rande der Fußgängerzone des Ortsteils. Auf dem Markt haben fünf feste Händler ihre Stände.“ Laut Standplan für den Gerther Markt gibt es aber nur noch 3 Stände.

Droht dem Markt eventuell das gleiche Schicksal wie Hamme? Dieser Markt wurde im Juni 2012 für beendet erklärt! Die Stadt- und Bezirksverwaltung hat sich anscheinend schon damit abgefunden. Zwar werden Hundebesitzer vom Ordnungsdienst weiterhin aufgefordert, den Markt nicht mit ihren Hunden zu betreten; denn das wäre ja unhygienisch. Aber das noch ausgeschilderte Parkverbot auf dem gesamten Marktplatz am Mittwoch und Samstag von 06:00 bis 15:00 wird nicht mehr geahndet. Bis zu 50 falschparkende Autos umlagern die wenigen Marktstände bedrohlich nahe. Für die oft älteren Marktbesucher wird der Weg zu den Ständen zu einem Slalomlauf.

Im Seniorenbüro Nord trifft sich die Projektgruppe „Schöner leben und wohlfühlen im Stadtteil“ des Initiativkreis Gerthe (InGe) jeden 4. Dienstag im Monat ab 18:00 mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, um weitere Aktionen und Maßnahmen zur Gestaltung und Verschönerung unseres Stadtteils zu beraten. Der Marktplatz, als natürliches Zentrum von Gerthe, wird Ausgangspunkt für diese Neugestaltung sein.

Es gibt Vorschläge zur Reaktivierung des Gerther Marktlebens:
Die Stände des Markplatzes werden nach vorne an die Fußgängerzone Gerther Straße verlegt, zwischen Marktkiosk und Taxistand. Dadurch wird der Markt wieder sichtbar und besser zugängig. Alternativ könnten die Marktstände direkt in die Fußgängerzone Gerther Straße verlagert werden. Dadurch würde der gesamte Fußgängerbereich mit allen anliegenden Geschäften wiederbelebt.
Der restliche Marktplatz wird zum Parkplatz und nur noch bei Sonderveranstaltungen autofrei. Es wird empfohlen, Dauerparker von Montag bis Samstag vom Marktparkplatz zwischen 08:00 und 18:00 fernzuhalten und die Parkzeit auf 2 Stunden zu begrenzen. Somit hätten viel mehr Autoanreisende einen günstigen und zentralen Parkplatz, um ihre Einkäufe in Gerthe zu erledigen oder zu bummeln.

Alle Vorschläge sind bislang nur Denkanstöße und sind noch nicht geplant. Dem Initiativkreis Gerthe (InGe) wurde von Bochum Marketing schon mehrmals die Übernahme der Vermarktung und Leitung des Gerther Marktes angeboten. Laut Marion Kensy, der Vorsitzenden von InGe, kann und will dieser Kreis diese Aufgabe nicht wahrnehmen. Falls es aber gelingt, den Gerther Markt wieder für Händler attraktiver zu gestalten, könnte Gerthe und sein Markt nach und nach wiederbelebt und auch für neue Markthändler wieder interessant werden. Wie wäre es mal wieder mit frischem Fisch?

Dazu plant InGe neben der Verschönerung unseres Stadtteils auch noch viele hoffentlich besucherintensive Events auf dem Marktplatz und in der Fußgängerzone wie Kinderfeste, Trödel- und den beliebten Weihnachtsmarkt.

Der nächste Treff der Projektgruppe „Schöner leben und wohlfühlen im Stadtteil“ des Initiativkreis Gerthe (InGe) im Seniorenbüro Nord findet am Dienstag, 24. März 2015, ab 18:00 statt. Alle interessierten Bürger und Bürgerinnen sind dazu herzlich eingeladen.
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