Maiabendfest: Die Tradition liegt in der Familie

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Gut vorbereitet: Junggesellenhauptmann Dominik Braun bekleidet sein Amt bereits zum dritten Mal. Sein Bruder Phillipp Braun steht ihm beim diesjährigen Maiabendfest zum ersten Mal als Adjutant zur Seite. (Foto: Molatta)

Das letzte Wochenende im April wird auch in diesem Jahr wieder ganz im Zeichen des Maiabendfestes stehen. Bereits zum 627. Mal machen sich die Schützen auf den Weg, um die Eiche traditionell aus dem Harpener Bockolt in die Innenstadt zu bringen.

An vorderster Front mit dabei ist auch wieder Junggesellenhauptmann Dominik Braun, der in seiner dritten Amtszeit von seinem Adjutanten und Bruder Philipp Braun unterstützt wird.
Im Stadtspiegel-Interview klärten die jungen Männer über Tradition, Verantwortung und die Zukunft des Maiabendfestes auf.

Welche Voraussetzungen müssen Sie für Ihre Ämter als Junggesellenhauptmann und Adjutant erfüllen?
Dominik Braun:
Der Junggesellenhauptmann muss im Wesentlichen zwei Kriterien erfüllen: Zum einen muss er kinderlos sein und zum anderen unverheiratet. Sind diese Bedingungen erfüllt, so kann er sich zur Wahl stellen.
Philipp Braun: Der Adjutant ist die rechte Hand des Junggesellenhauptmanns. Ich sorge dafür, dass der Ablauf reibungslos über die Bühne geht und bin im Hintergrund stets darauf bedacht, ein Auge auf alles zu haben.
Dominik Braun: Am Donnerstag werde ich die Eröffnungsrede halten und auch während der gesamten Feierlichkeiten vor Ort sein. Höhepunkte sind der Auszug nach Harpen, den ich traditionell hoch zu Ross bestreiten werde, und die anschließende Wiederkehr in die Innenstadt, um die Eiche zu pflanzen.

Sie sind zum ersten Mal als Adjutant dabei. Wie kam es dazu?
Philipp Braun:
Ich bin genauso wie meine Brüder in die Traditionen der Maiabendgesellschaft hineingeboren worden. Ich freue mich, als Adjutant meinem Bruder zur Seite stehen zu können und könnte mir auch vorstellen, im nächsten Jahr selbst das Amt als Junggesellenhauptmann anzutreten.

Was dürfen die Besucher des 627. Maiabendfestes erwarten?
Dominik Braun:
In diesem Jahr legen wir besonders viel Wert auf die Verbindung zu den Knappen und dem Bergbau. Die Knappschaft ist in diesem Jahr Spender unserer Eiche, die ihren Platz später vor der Hauptverwaltung in Ehrenfeld finden wird.
Die Knappenverbände werden sich während unseres Festes präsentieren und viele Attraktionen für Kinder anbieten.
Außerdem dürfen sich die Besucher auf einen bunten Strauß an Unterhaltung freuen: So wird es am Samstag-abend in Kooperation mit dem Schauspielhaus Auszüge aus dem Stück „Bochum“ zu sehen geben.
Auch der VfL ist wieder mit dabei und begleitet uns mit dem Profi-Kader auf dem Rückmarsch.
Stadtspiegel: Worauf freuen Sie sich mit Blick auf das nächste Wochenende am meisten?
Dominik Braun:
Ich freue mich besonders auf den Auszug zum Bürgerschützenverein Harpen, der Mitträger des Maiabendfestes ist.

Können Sie sich vorstellen sich noch ein weiteres Mal als Junggesellenhauptmann zur Wahl zu stellen?
Dominik Braun:
Vorstellen kann ich mir das durchaus. Allerdings möchte ich anderen Anwärtern auch nicht im Wege stehen. Sollte sich mein Bruder aufstellen lassen, werde ich also mit Sicherheit nicht kandidieren.
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