Reli-Unterricht

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Sofort, als es möglich war, meldete ich mich vom Reliunterricht ab - 1. und 6. Std., klar! Die Direktorin, kurz vor dem Rentenalter mit Dutt und ein echtes Fräulein - auf diese Anrede bestand sie! -,erklärte mir: Das kleine Blatt paßt nicht in meinen 0rdner! Schreibe es bitte auf ein größeres Blatt. Gesagt - getan! André, ein Mitschüler, beherrschte die Kalligrafie - ich scheute keine Kosten und Mühen, opferte ein Zeichenblock-Blatt und ließ André die feinste Abmeldung vom Reliunterricht schreiben, die die Welt je gesehen hatte. Fräulein Direktorin war zu meinem größten Erstaunen jedoch höchst unerfreut und erklärte mir: "Auch das Blatt paßt nicht"! Ich - schon immer keck - entgegnete, sie möge dann doch bitte solange falten, bis es in den 0rdner passe - zum dritten Mal wollte ich nicht mehr schreiben. Der Dank: Eintrag im Klassenbuch und Einladung meines Vaters zum Gespräch - und das, nachdem André sich unglaubliche Mühe gegeben hatte! Als mein Vater dieses wahren Kunstwerkes ansichtig wurde, entfuhr ihm spontan: "Daß meine Tochter so etwas kann, wußte ich gar nicht. Ist doch toll und steht auch alles drin!" Fazit: Fräulein Direktorin sagte nunmehr - wie ich mir berichten ließ - nichts mehr - und ich ging fortan nicht mehr zum Reliunterricht! Letztes Fazit: Im nächsten Jahr gab es in drei Fächern den "blauen Brief" - leider fiel ja Reli als Ausgleichsfach weg... Irgendwie dumm gelaufen. Aus mir ist dennoch etwas geworden - habe heute "einen festen Job auf Steuerkarte"!
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2 Kommentare
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Susanne Demmer aus Essen-Nord | 15.10.2015 | 12:33  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 15.10.2015 | 13:53  
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