Gift-Gefahr in Bönen am Ostpol?

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Hier sollen giftige Pflanzen eine Gefahr für Mensch und Tier sein, so schreibt es die Fraktion Bündnis90/Die Grünen in einem Brief an Medien, Bürger und die Stadtverwaltung. (Foto: Christian Schütt)
Bönen: Förderturm Bönen-Ostpol |

In einem offenen Brief der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen an die Gemeindeverwaltung Bönen zeigten sich die Lokalpolitiker besorgt, dass die Vegetation auf dem Zechengelände am Ostpol eine Gefahr für Mensch und Tier darstelle. Zur Klärung der Situation sprach der Stadtspiegel mit Robert Eisler, dem Fachbereichsleiter Planen, Bauen und Umwelt in Bönen.

Bei Begehung des Zechengeländes am Alfred-Fischer-Platz war Fraktionssprecher Friedhelm Lange der Wuchs des giftigen Jakobskreuzkrauts (JKK) aufgefallen, das bei Menschen Kontaktallergien auslösen kann und für Tiere gefährlich ist, wenn es ins Futter gelangt. Die Grünen machten auf die Lage am beliebten Ausflugsziel in ihrer öffentlichkeitswirksamen Mitteilung an die Gemeinde Bönen aufmerksam.
Robert Eisler hat die Diskussion um das widerspenstige Kraut mit in die Ratsausschusssitzung vom 29. Mai genommen und Expertenrat von der Biologischen Station, der Landwirtschaftskammer und des Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW eingeholt, um uns fundierte Auskunft zu geben.

Untersuchung eingeleitet

Eisler klärt auf: „Da es sich beim Zechengelände nicht um eine Pferdewiese, eine landwirtschaftlich genutzte Fläche oder eine Grünfläche für die Heugewinnung handelt, geht keine direkte Gefahr vom JKK aus.“ Von Seiten der Kommune also Entwarnung - und auch die Biologische Station stuft die Situation als „nicht bedenklich“ ein. Eine Behandlung mit Herbiziden sei nicht zulässig und wird als kontraproduktiv für die Pflege der Grünflächen angesehen. Damit sich die Samen der giftigen Pflanze nicht weiter vermehren, wird die Fläche von der Verwaltung zusätzlich im Juni und Juli gemäht.

Dazu auch noch verseuchter Boden?

Weiterhin hegten die Grünen den Verdacht, dass auf dem Zechengelände der Boden auf dem Weg zum Schwimmbad vergiftet sein könnte. Eisler entkräftet diese Vermutung nach Sichtung des Bodens: „Diese Fläche ist massiv geschottert und verdichtet. Eine mögliche Vergiftung können wir ausschließen“. Auch sei die Fläche nach den vergangenen Regenfällen wieder grüner.
Wie bewertet Eisler die Anfrage der Grünen? Der Amtsleiter zeigt sich entspannt: „Das ist durchaus üblich und für uns, gerade bei schriftlichen Anfragen, gut zu bearbeiten“.
Es scheint also, als ob einem entspannten Sommer an der Zeche nichts mehr im Weg steht.
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