100 Jahre Stadtgarten: Carmina Burana im Lichthof

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Der Projektchor, Solisten und die Neue Philharmonie Westfalen bringen morgen die Carmina Burana im Lichthof auf die Bühne.

Es gab eine große Ausstellung, thematische Führungen, ein nostalgisches Fest, Kino unter freiem Himmel, eine Parksymphonie - jetzt werden die Veranstaltungen zum 100. Geburtstag des Stadtgartens mit einem Paukenschlag beendet.

Am morgigen Sonntag um 18 Uhr stehen über 130 Sänger, ein großes philharmonisches Orchester, zwei Pianisten und drei Solisten auf der Bühne im Lichthof - nur noch wenige Restkarten sind an der Abendkasse zu haben.
Zu hören ist dann die „Carmina Burana“ von Carl Orff. Ein Jahr lang hat der Projektchor, der sich im Kulturhauptstadtjahr 2010 zur Aida-Aufführung auf der Halde Haniel gegründet hatte, für diese Vorstellung geprobt. Vorbereitet wurden die Sänger von Chordirektor Ludger J. Köller und der Sopranistin Elisabeth Otzisk. „Ich habe gedacht, der Projektchor löst sich nach der Aida auf“, sagt Kulturamtsleiter Dieter Wollek, „doch die haben einfach weiter geprobt.“

"Die haben einfach weiter geprobt."

Außerdem sind am Sonntag Elisabeth Otzisk, Fabian Strothmann und Jerzy Kwia als Solisten zu hören, am Klavier sitzen Jung-Hoon Wang und Rainer Maria Klaas. Der Kinderchor „Little GEÜ-Voices“ des Gymnasiums Essen-Überruhr übernimmt den Part des „Choro Ragazzi“, als Orchester konnte die Neue Philharmonie Westfalen gewonnen werden. Dirigent ist Ludger J. Köller. Selten wird die Carmina Burana in so großem Rahmen aufgeführt. „Ohne die großzügige Unterstützung von Sponsoren wäre das alles nicht möglich“, bedankt sich der Kulturamtsleiter.

Vor Beginn des Konzertes stimmt ein Film die Besucher auf das Thema „100 Jahre Stadtgarten“ ein. Ein Jahr lang hielt eine Kamera vom Torhaus an der Parkstraße aus das Geschehen fest. Entstanden sind 60 Minuten, die das ganze Jahr in Bildern Revue passieren lassen.

Die ambitionierten Laiensänger des Projektchores haben viel Zeit und Herzblut in die Vorbereitung der Aufführungen gesteckt. Wurde anfangs einmal im Monat vier Stunden geprobt, so waren es in der Endphase zweimal vier Stunden pro Monat, in der Woche vor der Aufführung trafen sich alle sogar zu drei Probenterminen. „Ich bin jedesmal nass geschwitzt“, erzählt Britta van Ellen, Chorsängerin und Bindeglied zur Arbeitsgemeinschaft Bottroper Chöre, die Träger des Projektchores ist. „Die Carmina Burana ist technisch unheimlich schwer zu singen.“

So viel Arbeit, Zeit und Engagement für nur eine Aufführung? Nein, denn nach der Premiere am morgigen Sonntag in Bottrop ist die Aufführung in den Niederlanden beim „Festival van Zeeuwsch Vlanderen“, dessen 25-jähriges Bestehen gefeiert wird, zu erleben. „Das ist ein sehr hochkarätiges Festival“, weiß Gerhard Franke, 2. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Bottroper Chöre. „Dorthin eingeladen zu werden ist schon eine Ehre.“
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