Ab September geht es am Bottroper Trapez rund

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Gudrun Seidel, Ursula Dickmann, Irmelin Sansen und Manfred Stein gefällt die neue Kunst, die kürzlich bei einem Workshop am Trapez entstanden ist. (Foto: Kappi (Michael Kaprol))
Bottrop: Innenstadt | Das Trapez, der Innenhof zwischen Gladbecker Straße, Friedrich-Ebert-Strape und Horster Straße, wird für 1,3 Millionen Euro neu gestaltet. Im Kulturhauptstadtjahr haben 15 Künstlerbunde das Netzwerk „Starke Orte“ gegründet. Das Trapez ist eines von fünf starken Orten, die in diesem Jahr im Mittelpunkt des Künstler-Netzwerkes stehen. Eine Ausstellung und eine große gemeinsame Speisetafel können Besucher im September beeindrucken.

Workshops gut besucht

„Der Workshop mit Guido Hofmann und Guido Berndsen stand unter dem Motto ‚ Platz nehmen‘ - und das ist genau das, was sich der Künstlerbund für das Trapez wünscht. Nämlich diesen Platz in Anspruch zu nehmen, sich dort wohlzufühlen“, sagt Irmelin Sansen.


Vor gut 100 Tagen wurde das Projektbüro an der Gladbecker Straße bezogen. „Die Bottroper suchen uns zwar nicht gezielt auf, aber sogenannte Laufkundschaft ist immer hier, die Leute sehen, dass wir uns kümmern“, freut sich Ursula Dickmann vom Stadtplanungsamt.
Das kann Irmelin Sansen nur bestätigen: „Die Kommunikation mit den Bürgern funktioniert - das haben wir bereits bei der Ausstellungseröffnung gesehen. Der Künstlerbund baut zwar nicht das Trapez um, unser gemeinsames Ziel ist es aber, einen Weg mit den Bürgern zum Thema Stadterneuerung zu finden. Dafür müssen wir natürlich auch wissen, wo die Problemfelder liegen und wo alles so bleiben kann, wie es ist.“ Das Trapez soll die Qualität wiedergewinnen, die es in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts hatte: Ein Lebensraum mit hoher Aufenthaltsqualität.
Die Trapez-Eingänge sollen so gestaltet werden, dass sich der Bürger dort bereits wohl fühlen kann, heißt mehr Helligkeit, weniger Müll: „Das sind oft kleinere Dinge, die erneuert werden müssen“, weiß Projektleiter Manfred Stein und führt aus: „Das i-Tüpfelchen wird die Innenhof-Gestaltung. Wir wollen zusammen mit dem Künstlerbund einen Ort schaffen, den man gerne besucht. Vorbild ist der Eigener Bunker, der inzwischen über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.“

Mobiler Seerosengarten

2014 soll der Platz ein Gesicht haben. Elf Künstlerbund-Projekte wie ein mobiler Seerosengarten, ein Bodenlabyrinth oder eine Rutsche, die aus Förderbändern aus dem Bergbau besteht, wurden dafür ausgewählt. Die werden Anfang September vorgestellt. Am 2. September beginnt der Aufbau, am 7. September ist die offizielle Eröffnung, bei der auch Kabarettist Benjamin Eisenberg zu Gast ist. Drei Wochen lang kann man alles begutachten. Am 14. September wird eine große gemeinsame Tafel aufgebaut - hier können die Bürger gemeinsam essen und den Ort genießen.
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