Der ausgefallene Kreuzweg,

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Mit Bedauern habe ich gelesen, dass der Kreuzweg auf der Halde, der schon über zwanzig Jahre stattfindet in diesem Jahr wegen witterungsbedingter Umstände ausfällt.

Dies ist sehr traurig, die Verantwortlichen haben sicherlich versucht alles zu tun, damit der Kreuzweg stattfinden kann und doch, so finde ich, ist man wieder mal den einfachen Weg gegangen, absagen.

Da stelle ich mir eine Frage und jetzt kann man wieder mit Sicherheit usw. kommen, aber vor 2.000 Jahren, hat sich da auch jemand das Wetter für seine Kreuzigung ausgesucht, musste da die Sonne scheinen? Was wäre passiert, wenn es geregnet hätte? Gäbe es die katholische Kirche dann nicht in dieser Form? Da fällt mir der Spruch von Jesus ein. "Vater lass den Kelch an mir vorübergeben, aber nicht mein Wille geschehe, sondern deiner. Bei uns Katholiken habe ich manchmal das Gefühl, dass der menschliche Wille durchgesetzt wird und nicht derjenige der von Gott herrührt.

Sicherheit geht immer vor, dies ist keine Frage, aber ich glaube, dass heute doch sehr viele Menschen auf die Halde gehen, sich selbst ein Bild von dem Kreuzweg machen und das sollen sie auch.

Ich will mich an dieser Stelle nicht streiten, in Cyriakus einen Ersatzort gefunden zu haben, ist sicherlich nicht schlecht, aber wie gesagt, wieder mal der einfachere Weg.

Doch wir haben Karfreitag, es ist bald Ostern, da möchte ich keinen Streit vom Zaun brechen. Es ist einfach meine Meinung, möge sie bei manchen Anklang finden, bei dem anderen Ablehnung hervorrufen, wichtig ist, dass man sich über solche Themen überhaupt noch unterhalten kann und darf.

Ich bin sicherlich ein gläubiger Mensch, doch die Kirche im allgemeinen macht sich selber kaputt, wir sind so langsam an dem Punkt angekommen, da wir, die Laien, es selber nicht mehr ganz auffangen können, wir sind zwar einige, aber nicht mehr genug und von einer gesamten Einheit zu sprechen, ist doch wohl nicht mehr Realität.

Wir sollten so schnell wie möglich alle und damit meine ich nicht nur die Christen hier an der Basis, an einem Strang ziehen und bewusst werden, was Glaube überhaupt bedeutet und wie man diesen umsetzt, damit wir nicht in tausende kleine Gruppen verfallen, die sich gegenseitig das Leben schwer machen und doch im Grunde eigentlich alle eigentlich das Gleiche wollen, Christ sein.

In diesem Sinne wünsche ich allen Christen, allen Menschen auf dieser Welt, frohe und gesegnete Ostertage. Denkt bitte an diesen Tagen darüber nach, warum es Ostern gibt und was es für uns einzelnen gebracht hat, dann werdet ihr spüren, wie wichtig in unserem Leben Gott und Glaube ist. Wie wir ihn nun nennen, das ist doch egal. Es gibt nur diesen Gott, also lasst euch die Chance nicht entgegen, er liebt uns und wir finden in ihm, Geborgenheit, Anerkennung und seinen Beistand, seine Liebe, lasst euch einfach auf ihn ein.
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Christoph Lammerding aus Bottrop | 03.04.2015 | 12:53  
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