Josef Albers Museum hat für 2013 vier Ausstellungen vorbereitet

Diese Skulpturen aus Mexiko haben Josef und Anni Albers mitgebracht. Heute stehen sie im Museum Quadrat. In einer Ausstellung im Herbst wird das Thema „Europäische Moderne und Alte Kunst“ beleuchtet. (Foto: Michael Kaprol)

Das Josef Albers Museum Quadrat hat für das gerade begonnene Jahr vier große Schauen vorbereitet. Schon ein paar Tage nach dem Ende der Jahresausstellung Bottroper Künstler am 13. Januar wird die Sonderausstellung aus dem Kunstbestand des Museums eröffnet.

Nach längerer Zeit werden in der Modernen Galerie dann vom 20. Januar bis 10. März beispielhafte Werke aus der Sammlung des Museums jenseits von Josef Albers vorgestellt. Dabei handelt es sich um Gemälde aus den Bereichen der Konstruktiven Kunst und der Farbmalerei.

Am 17. März wird dann die Ausstellung „Kurt Kocherscheidt. Malerei“ eröffnet, die bis zum 9. Juni zu sehen sein wird. „Dies ist ein weiterer Teil der Ausstellungsreihe ,Albers im Kontext‘, mit der wir in den vergangenen Jahren die Verbindung zwischen dem Werk von Josef Albers und der europäischen und amerikanischen Kunst nach 1945 untersucht haben“, sagt Museums-Chef Dr. Heinz Liesbrock. Kurt Kocherscheidt (1943 bis 1992) habe als Maler eine unverwechselbare Bildsprache entwickelt, die ihn über seine österreichische Herkunft hinaus zu einem der zentralen Protagonisten der europäischen Malerei machte.

Am 23. Juni geht es mit der Eröffnung der Ausstellung „Robert Adams: The Place We Live“ weiter. Bis um 29. September wird diese Retrospektive seines Gesamtwerkes aus den Jahren 1964 bis 2009 zu sehen sein.
Der Amerikaner Robert Adams (1937) gilt heute mit Lee Friedlander und Robert Frank als Klassiker der künstlerischen Fotografie der letzten Jahrzehnte. Diese Ausstellung, die mehr als 300 Arbeiten umfasst, war bereits in Vancouver, Los Angeles, Denver, Madrid und Paris zu sehen. „Das Josef Albers Museum ist die einzige Station in Deutschland“, so Dr. Heinz Liesbrock stolz.

Um „Europäische Moderne und Alte Kunst“ dreht sich alles in der Schau, die das Museum am Stadtgarten vom 13. Oktober bis 12. Januar 2014 zeigt. Für Josef Albers bedeutete die Begegnung mit dem alten, präkolumbischen Mexiko einen Wendepunkt in der Entwicklung seiner Kunst. Als Albers und seine Frau Anni 1935 von ihrer ersten Reise nach Mexiko zurückgekehrt waren, schrieben sie dem in Paris lebenden Ehepaar Kandinsky begeistert: „Mexiko ist das gelobte Land der abstrakten Kunst. Hier ist sie tausende von Jahren alt.“
„Die Reduzierung von Albers‘ Formensprache, die ihn schließlich zum Quadrat führte, und genauso seine Betonung der Farbe als Bedeutungsträger gehen letztendlich auf diese Begegnung mit Mexiko zurück“, erklärt Dr. Liesbrock.

Das Josef Albers Museum, Im Stadtgarten 20, ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Dienstag bis Samstag 11 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertage 10 bis 17 Uhr, Montag geschlossen.

Der Eintritt in die Sammlung ist frei, der Eintritt in die aktuelle Wechselausstellung beträgt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Für Bottroper Bürger ist der Eintritt in die Wechselausstellung freitags frei.
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