Kirchhellener Heimathaus feierlich übergeben

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Seit dem Wochenende ist das Heimathaus feierlich eröffnet. Foto: T. Eickholt

Noch ein kritischer Blick auf die Wände im Erdgeschoss; dann ist Willi Stein vom Verein für Orts- und Heimatkunde Kirchhellen zufrieden. Jetzt hängen sie richtig, die Fotos, welche die Umbaumaßnahmen am alten Hof Heisterkamp dokumentieren und den Besuchern zeigen sollen, wie viel Mühe es gekostet hat, das alte Bauernhaus zu sanieren. Haus 2 des Kulturzentrums Hof Jünger, wie der Bauernhof – ehemals von der Gemeinde Kirchhellen als Bauhof genutzt – technisch bezeichnet wird, ist nunmehr komplett fertiggestellt. Nach fast 10-jähriger Bauzeit war es endlich soweit: Kirchhellen erhielt sein Heimathaus.

Am Sonntag wurde das Gebäude feierlich der Öffentlichkeit übergeben.
Auch wenn es lange Zeit nicht so aussah, als ob das seit 1997 verfolgte Projekt in absehbarer Zeit vollendet werden könnte, gingen die Bauarbeiten in den letzten drei Jahren zügig voran. Neben den vielen Spenden und Unterstützungsleistungen von Bürgern, Mitgliedern, Firmen und Organisationen, konnte durch die Förderzusage der NRW-Stiftung Anfang 2015 der entscheidende Schritt gemacht werden. Besonders hervorzuheben ist bei diesem Vorhaben, dass drei Kirchhellener Vereine gemeinsam dieses ehrgeizige Ziel von Beginn an konsequent verfolgt haben.

Bürgerverein Hof Jünger e.V., die Kolpingsfamilie und der Verein für Orts- und Heimatkunde haben gemeinsam auf diesen Tag hingearbeitet und durch gegenseitige Unterstützung dafür gesorgt, dass das Heimathaus am heutigen Tage an die Betreiber übergeben und genutzt werden kann.

Und der Verein für Orts- und Heimatkunde hat sich viel mit dem Gebäude vorgenommen. „Wir wollen hier nicht nur ein Museum betreiben, das zeigt, wie das Leben im Dorf vor 100 Jahren ausgesehen hat“, so Peter Pawliczek, 1. Vorsitzender des Vereins. „Unser Konzept sieht vielmehr ein lebendiges Heimathaus vor, in dem es wechselnde Ausstellungen geben wird, das weiterhin als außerschulischer Lernort dienen soll und auch als Treffpunkt für Kirchhellenerinnen und Kirchhellener da ist, wo nicht nur Geschichten aus der „guten alten Zeit“, sondern auch Neues aus dem Dorf erzählt werden kann. Weiterhin können wir hier unser Archiv erweitern und eine Schreibstube einrichten, in der die Kirchhellener Geschichte weiter erforscht und dokumentiert werden kann.“

Damit diese Ideen in die Tat umgesetzt werden können, wurde nun das Gebäude an den Verein für Orts- und Heimatkunde und den Mitnutzer, die Kolpingsfamilie Kirchhellen durch den Bürgerverein Hof Jünger als Hauptnutzer des Gebäudekomplexes in einer kleinen Feierstunde übergeben. „Uns ist es ganz wichtig und ein besonderes Anliegen, sich bei allen Spendern, Sponsoren und freiwilligen Helfern ganz herzlich zu bedanken, so die Vorsitzenden der drei Vereine Hermann Reinbold, Michael Schrameyer und Peter Pawliczek. „Ohne diese Unterstützung und das geleistete Engagement wäre ein solches Ergebnis undenkbar gewesen.
Seit Sonntag stehen dann dem Heimatverein und der Kolpingsfamilie zwei Ausstellungsräume, eine Diele, eine Galerie, eine Schreibstube mit Archiv, sowie ein Vortrags- und Seminarraum zur Verfügung.
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