Love, Peace & „The Blumengroup“ - Bottroper Band lässt das Lebensgefühl der Sixties wieder aufleben

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Nicht nur der Sound, auch der Look stimmt: Die Blumengroup beim Bottroper Haldenglühen, als Vorband vom „ROR“ (Rock Ochester Ruhrgebeat). (Foto: Thomas Riedel)
 
„Wir spielen nur Songs, die wir auch selber hören und lieben“, so die Bandmitglieder. (Foto: Klaus Schleser)

Sie liefen mit Blumen im Haar nach San Francisco - „to find somebody to love“. Und träumten vom freien Leben am Strand der Wellenreiter - denn „it never rains in Southern California.“

Auch wenn die Haare mittlerweile nicht mehr bis zu den Schultern reichen, werden sich die älteren Semester noch gerne an die romantischen Textzeilen jener Musik erinnern, die vor gar nicht allzu langer Zeit eine ganze Generation prägten und ewig für die Flower-Power Bewegung stehen.
Dass die authentischen Klänge der 60er und 70er Jahre auch im Zeitalter der Pop- und Plastikproduktionen noch funktionieren, demonstriert die Bottroper Band „Blumengroup“ seit ihrer Gründung 2009.
Neben eigenen Songs zählen zeitlose Klassiker und Evergreens zum Repertoire der fünf Vollblutmusiker, die mit ihrem Sound schon etliche Bühnen im Ruhrgebiet bespielt haben. In der aktuellen Besetzung transportieren Thomas Blankenstein (Acoustic Guitar, Vocals), Klaus Tintelott (Bass), Maurice Denechaud (Drums) Dominik Maischak (Guitar, Vocals) und Pianistin Annika Geißler das damalige Lebensgefühl in die heutige Zeit.
Allerdings spiegelt der Begriff „Hippie-Musik“ das Spektrum der Band in keinster Weise wider. So mischen sich auch Rock-und Folksongs unter die Setlist. Musikalische Vorbilder finden sich vom Anbeginn der Beat-Ära bis heute.

"Gar nicht so Hippie-lastig ist, wie es der Name vermuten lässt"

„Klar finden wir alle die Beatles toll. Oder lieben die Songs von ‚The Mamas and the Papas‘“, erklärt Klaus Tintelott. Aber auch Rock‘n‘Roll-Legenden wie Queen, The Who, The Monkees oder die Rolling Stones gehören seit jeher zum Programm. „Auf unseren Konzerten sind die Leute manchmal überrascht, dass die Musik doch gar nicht so Hippie-lastig ist, wie es der Name vermuten lässt“, weiß Annika Geißler, die die Gruppe zusammen mit Thomas Blankenstein auf dem Herzberg-Festival aus der Taufe hob.
„Als wir dann später im Autoradio eine Sprecherin hörten, die von der Blue Man Group berichtete, es aber wie Blumengroup klang, war klar, dass dies der passende Name für unsere Flower Power Band sein würde.“
Besonders Ältere fänden es toll zu sehen, mit welcher Leidenschaft Jüngere auftreten und ihre alten Lieblingssongs wieder aufleben lassen. „Die kommen eher, um die alten Stücke Mal wieder live zu hören“, weiß Dominik Maischak. Was nicht heißen soll, dass sich nur Ü50-er unter’s Publikum mischen. Die Konzerte der Blumengroup werden von Musikfans aller Altersgruppen besucht. Der Mix aus nostalgischen Erwartungen und dem Überraschungseffekt eigener Kompositionen macht das Programm für die Besucher umso interessanter. Thomas Blankenstein: „Wir sind ja keine Oldie- oder Rentnerband.“
So wächst auch die Bottroper Fangemeinde stetig und folgt der Blumengroup treu - bekannte Gesichter sind schon bei Auftritten im Dortmunder Musiktheater Piano, auf Zollverein oder bei „Essen.Original“ gesehen worden.

Eine Heimat haben sie allerdings im „Cottage“ gefunden. In ihrem „Wohnzimmer“ wird die Blumengroup als nächstes am 30. April (Rock in den Mai) zusammen mit den Heine Heartbreakers auftreten, dann mit neuem Programm. Auch beim diesjährigen Stadtfest am Freitag, 29. Mai, ist die Band zu Gast. Wer die Nachfahren der Love & Peace Generation nicht nur live, sondern auch aus den heimischen Boxen hören möchte, muss sich nur noch ein wenig gedulden - ein Album mit auschließlich eigenen Songs ist in Planung.
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