Projektchor übt für die Wagner-Oper auf der Halde Haniel

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Im Mai des nächsten Jahres wird auf der Halde Haniel mit der Wagneroper „Der fliegende Holländer“ nach „Aida“ das nächste kulturelle Großprojekt gestemmt. Für den Projektchor bedeutet das: üben, üben, üben, denn die Anforderungen sind hoch. (Foto: Thomas Eickholt)
 
Warm machen, die Stimmbänder lockern: Der Projektchor trifft sich einmal im Monat und probt für die große Wagner-Inszenierung im Frühsommer. (Foto: Thomas Eickholt)

Erst wird ausgiebig geschnattert - so oft sieht man sich ja nicht -, dann sich gedehnt, gestreckt, auf der Stelle gejoggt, geseufzt und jede Menge Töne produziert. Es ist Samstagvormittag, der Projektchor übt.


Im Frühsommer stehen die Sängerinnen und Sänger bei der zweiten großen Bottroper Opernproduktion auf der Bühne des Amphitheaters auf der Halde Haniel. „Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner - für alle Aktiven kein Spaziergang, schließlich dauert so eine Aufführung rund zweieinhalb Stunden.

Seit März treffen sich die Mitglieder des Projektchores einmal im Monat, um sich vorzubereiten. Die Sopranistin Elisabeth Otzisk, die beim „Fliegenden Holländer“ die weibliche Hauptrolle Senta übernimmt, hat bei den Proben mit dem Projektchor ebenfalls einen wichtigen Part. Sie arbeitet mit den Sängerinnen und Sängern als Stimmbilderin. Bis zu 40 Minuten dauert dieser Teil der Proben, mit dem der Körper der Sänger auf die nicht unbeträchtlichen Herausforderungen vorbereitet wird, die die Opernaufführung beinhaltet.

„Gerade für Laien sind die Anzahl der Aufführungen und der enge Probenplan ab Mai eine stimmliche Herausforderung“, sagt Britta van Ellen von der Arbeitsgemeinschaft Bottroper Chöre, die ebenfalls dem Chor angehört. „Hierfür muss im wahrsten Sinne des Wortes trainiert werden.

Dann übernimmt Ludger Köller. Der „irrlichternde Chorleiter“, wie ihn eine Opernzeitschrift nach der Aida-Aufführung im Jahr 2010 nannte, lässt den Chor seine Stimme erheben. Alle singen gemeinsam. Wie ist der Eindruck vom bisher Geprobten? Wie harmonisieren alle miteinander? Wie klappen die gemeinsamen Szenen? Wie weit sind die getrennten Chöre? Wenn die Männer ihr „Steuermann lass‘ die Wacht“ und die Frauen den „Chor der Spinnerinnen“ intonieren, gibt es auch mal Applaus der Gruppe, die gerade Pause macht.

Gegen 15 Uhr ist der Probentag zu Ende, obwohl jetzt alle gerade so schön dabei sind, dass sie eigentlich noch weitermachen könnten. Aber die Konzentration lässt allmählich nach und die Stimmbänder brauchen Entspannung.

Noch ist viel Zeit bis zum ersten Aufführungstermin am 31. Mai des nächsten Jahres. Und gleichzeitig ist noch so viel zu tun. Die Mitglieder des Projektchores fiebern der Premiere entgegen und zählen die Tage.

INFO

Die Eigenproduktion zur Wagner-Oper „Der Fliegende Holländer“ im kommenden Jahr in der Bergarena Haniel wird bereits so gut nachgefragt, dass das Kulturamt nun eine weitere Vorstellung eingeplant hat. Sie wird am Donnerstag, 9. Juni, an die schon vorgesehenen Aufführungen angehängt. Beginn ist, wie bei den anderen Vorstellungen, um 20 Uhr.

Von den rund 6.000 Karten sind bereits jetzt schon 3.500 Karten verkauft.

Somit finden im Amphitheater auf der Haldenspitze nun insgesamt sieben Aufführungen der Wagner-Oper statt. Kulturamtsleiter Dieter Wollek betont aber auch: „Eine weitere, achte Aufführung ist wegen des hohen Logistikaufwandes und anderweitiger Verpflichtungen der Akteure nicht mehr möglich.“

Karten gibt es an der Theaterkasse im Kulturzentrum unter Tel. 703308.
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