UNITE WITH TOMORROWLAND Germany 2017 - Impressionen

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Ausschnitt des ausgedruckten Tickets

Nach der Premiere 2016 fand das „Unite with tomorrowland“-Festival in Deutschland dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Wie auch im letzten Jahr, war die Veltins Arena in Gelsenkirchen der Ort der Veranstaltung.

Einen Tag vor dem Festival bekamen die Besucher eine E-Mail mit den letzten Infos. Eine kurzfristige Änderung: Der Eingang hatte sich geändert.

Auf der Internetseite des Veranstalters gab es vorher schon folgende Informationen: „Jeder Besucher muss zum Zeitpunkt der Veranstaltung mindestens 18 Jahre alt sein.“
In der E-Mail wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass man sein ausgedrucktes Ticket und seinen Ausweis bereithalten sollte, da es Alterskontrollen geben werde.
In der E-Mail hieß es auch noch: „Einlass ist um 12.00 Uhr, die Show beginnt bereits ab 12.00 Uhr. Ende ist um 23.45 Uhr.“
Vor Ort sah die Einlasssituation dann aber etwas anders aus.
Wer einen Tag vorher seine E-Mails nicht mehr gecheckt hatte, der stand vor verschlossenen Toren. Folgte man jedoch intuitiv der Masse, fand man auch so den „richtigen“ Eingang.

Oberhalb vom Nordeingang der Schalke Arena standen 3 junge Frauen, die den ersten wartenden Reihen immer wieder grüne Gummi Armbänder zugeworfen haben. Währenddessen die Besucher der ersten Wartereihen ihre Arme mit 4 Bändern weiter hoch hielten um weitere zu fangen, gingen die hinteren Reihen leer aus.

Gegen 12 Uhr ertönte Musik aus dem Inneren der Schalke Arena, jedoch blieben die Tore geschlossen. 20 Minuten nach angekündigtem Einlass wurden die ersten Besucher am Eingang Nord durch gelassen.

„Bitte beachte, dass durch das Scannen das Ticket entwertet wird und gegen ein Armbändchen eingetauscht wird“, hieß es auf der Internetseite.
Der QR-Code auf dem Ticket wurde nicht gescannt, die Tickets wurden stattdessen beim Einlass eingerissen.
Nach dem Entwerten des Tickets ging es zum „Bodycheck“: Frauen links, Männer rechts. Nach gründlicher Taschenkontrolle und Abtasten durfte man die Treppe rauf zur Arena. Der Ausweis wurde nicht kontrolliert und von Bändchen wusste auch keiner etwas.
Tanzterrasse und Infield waren für alle zugänglich, die durch den Nordeingang gekommen waren. Die Tickets wurden in der Arena nicht kontrolliert.

Die erste halbe Stunde nach Einlass war der Innenraum der Arena noch übersichtlich mit Besuchern gefüllt. So konnte man problemlos zum Frontstagebereich durchgehen oder aber sich überall erstmal umsehen. Die Stände im Infield waren gut gekennzeicnet. Für „Drinks“ und „Cocktails“ gab es einige Anlaufstellen. Wer hier Geld für Essen und trinken ausgeben wollte, brauchte eine aufladbare Knappenkarte.
Im Infieldbereich konnte man sich die Knappenkarten im „Mittelfeld“ sowie im Frontstagebereich besorgen. Toiletten gab es im Infieldbereich auch.
An dem Merchandisingstand konnte sich, wer genug Geld dabei hatte, dort mit Festivalkleidung eindecken.

Blumen, Ranken und Pilze dienten als Dekoration im Innenraum der Arena. Der Aufbau und Hintergrund der Bühne hatten typischen Tomorrowland Charakter. Allerdings konnten die Besucher der ersten Reihe ein kleines Loch im Bühnenaufbau entdecken: Statt aufgedruckte Ranken, fehlte ein Stück der bedrucken Plane und es war etwas vom Holzrahmen zu sehen. Das fiel aber nicht weiter auf, denn wer in den ersten Reihen stand, musste zu den Videoleinwänden rechts und links schauen, um den DJ sehen zu können. Der Aufbau vor dem DJ-Pult war so groß, dass sich die DJs gut dahinter verstecken konnten.

Je später es wurde, desto mehr füllte sich der Innenraum der Arena, die Musik wurde lauter und die Stimmung immer besser.

Wie in der kurzfristigen E-Mail des Veranstalters verkündet: „Der Frontstagebereich wird frei nach Kapazität befüllt. Bei Verlassen des Frontstagebereichs gibt es keine Garantie auf einen Wiedereinlass in diesen Bereich, weil dieser dann möglicherweise voll ist!“
Auch vor Ort zeigte sich, dass die Sicherheitskräfte den Bereich vor der Bühne im Griff hatten. Wer in den Bereich vor der Bühne wollte, musste Schlange stehen, wenn dieser voll war.
Uneinsichtig zeigten sich aber vor allem ein zwei Meter großer, kräftiger VIP-Ticket Besitzer, der alle kleinen Leute in der Warteschlange mit Gewalt bei Seite geschoben hat. Wer sich beschwert hat oder Widerstand leistete hat nur sein VIP Bändchen vor die Nase gehalten bekommen und wurde weg geschoben. Aber spätestens bei den Sicherheitsbeauftragten musste auch er warten.
Ganz einfach hatte es sich auch eine ältere Frau vorgestellt, die nur eben auf die Toilette ging und dachte, sie wird danach direkt wieder rein gelassen. Als sie auch nicht aus freien Stücken der anderen Wartenden durchgelassen wurde, fing sie an zu diskutieren. Diese Frau verglich die Wartenden mit Kindergartenkindern, die sich stur stellen und unnötig Aufstand machen, weil man die Frau, die doch vor wenigen Minuten noch im Frontstagebereich war, nicht durchgelassen hatte.
Bis auf wenige Ausnahmen feierten die Besucher in der Schalke Arena friedlich miteinander.
Gegen 21 Uhr wurde das Festival zum Public-Viewing. Auf der großen Videoleinwand konnte man nach Belgien schauen und auf den seitlichen Videoleinwänden wurden im Wechsel die feiernden und tanzenden Festivalbesucher aus Spanien, Malta, Libanon, Südkorea, Dubai und Deutschland gezeigt.

Als das Arenadach aufging, konnte man den kreisenden Hubschrauber beobachten, der die Djs von Belgien nach Gelsenkirchen und zurück brachte.
Das LineUp in Gelsenkirchen bestand aus Freischwimmer, Yves V, Hypercat, Will sparks, Kshmr, Timmy Trumpet, Alesso, Nicky Romero und Le Shuuk. Danach gab es die Live-Übetragung der Dj Sets von Kshmr, Armin van Buuren, Dimitr Vegas & Like Mike von der Mainstage in Belgien.

Der Sound war sehr gut und die Live-Übertragung funktionierte.
Zudem sorgten die Lichteffekte, passend zur Musik, für die richtige Lichtstimmung.

Viele Mülleinsammler waren unterwegs und sammelten die leeren, platt getretenen Plastikbecher, so wie leere Schnapsflaschen vom Boden auf. Doch je später es wurde, desto weniger kamen die Müllsammler mit dem Einsammeln noch hinterher.

Sanitäter standen überall bereit, Sicherheitskräfte behielten ebenfalls den Überblick und zwei Feuerwehrmänner überwachten die Pyrotechnik vor der Bühne.

Fast alle DJs haben Stimmung gemacht und mit den Festivalbesuchern typische „Anfeuerspiele“ durchgeführt. Jeder Dj hatte seinen eigenen Style und fast jeder von Ihnen wusste auf seine Art, wie er die Masse begeistern kann. Von der Musik her wurde von jedem der Djs ein abwechselungsreiches Set gespielt.
Ab 23 Uhr machten sich nach und nach immer mehr Besucher auf den Heimweg. Auch an den Auslasspunkten warteten Sicherheitskräfte und behielten alles im Blick.

Bei dem Festival stand Sicherheit an erster Stelle. So lassen sich auch die Kleinigkeiten, wie zum Beispiel die kurzfristige Umplanung der Einlasssituation, der verspätete Einlass und das fehlende Stück in der Bühnengestaltung vergessen. Man hatte ausreichend Platz zum tanzen und die Luft immer war gut, trotz der unterschiedlichsten „Zigarettengerüche“.

Der Tag hatte einige Gänsehautmomente, woran die Live Djs einen großen Anteil mit ihrem Set hatten.
Ein wenig „Tomorrowlandgefühl“ konnte dank märchenhafter Deko, „gemeinsamen“ Djs und Liveschaltung nach Belgien vermittelt werden.

Wenn auch am Abend nur noch die Füße vom tanzen geschmerzt haben und man völlig erschöpft in sein Bett gefallen ist, es hat sich gelohnt und es war ein schöner Tag mit sehr guter Musik, ausgelassener Stimmung und viel Bewegung!
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