Wieviel ist man eigentlich wert?

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Als ich vor ein paar Tagen in die Zeitung sah, blieb mir fast mein Herz stehen. Da stand doch tatsächlich, dass ein Fußballspieler für 100 Millionen Euro den Verein wechselt. Ja, Ihr habt richtigt gelesen, schlappe 100 Millionen Euro. Aber jetzt mal ehrlich, wie ermittelt man den den Wert eines Spielers, oder hier im konkreten Fall eines Menschen. Sind seine Knochen aus Gold, hat der Muskeln, die nie zerreißen, hat er Haut, die alles mitmacht und besitzt der Organe, die einfach nur Superleistungen bringen? Wohl kaum, ich denke, es gibt Menschen, die noch besser körperlich drauf sind. Aber was macht diesen Spieler so wertvoll. Sicherlich wird er nie einen Zweikampf verlieren, er wird nie durch Fouls geschwächt werden, er wird auch sicherlich immer an der richtigen Stelle stehen und die Tore werden nur so purzeln. Es ist allmächtig und wird sicherlich immer gefeiert. Schöne trostlose Vorstellung. Ein Mensch alleine kann auch im Fußball nichts ausrichten, er braucht Mitspieler, er braucht Leute die sich auf seine Spielweise einlassen, ihm gute Flanken geben und ihn in den Mittelpunkt bringen.
Was ist aber, wenn die Mitspieler den neuen Spieler einfach auflaufen lassen, ihm gar nicht die Chance geben, sich zu entfalten, dann hat der 100 Millionenmann aber ein Problem, was nicht gerade klein ist. Was ist aber, wenn ihm die große Zahl selber belastet und er dadurch keine ansprechenden Leistungen bringen kann?
Wenn dieser besagte Spieler 100 Millionen Euro wert sein soll, wieviel ist erst dann seine Mutter wert? Das zweifache oder vielleicht doch das dreifache?
Wie ist es mit Dir und mir? Wie müssen wir jetzt unseren Wert auf den Markt errechnen lassen, nach unserer Sportleistung, oder gibt es auch andere Gesichtspunkte die dabei eine Rolle spielen?
Ich jedenfalls wünsche diesem Spieler, dass er Mensch bleibt, mit all seinen Freuden, seinen Fehlern, seinen Macken und mit all seinen guten Dingen, die ihm viel Freunde und Freude einbringen.
Es bleibt zu hoffen, dass er sich nicht verändert und immer der Junge bleibt, so wie ihn seine Mutter kennt und wie er immer sein wollte und sollte.
Also Junge, geh auf das Feld, zeige was du kannst und denke daran, auch wenn der Marktwert so hoch ist, er garantiert nicht, dass man glücklicher ist, als Menschen, die im Fußballsinne nichts wert sind.
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