Amerikanische Versteigerung eines Quilts

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Helga Wischermann (r.) hat mit ihrer im Mai verstorbenen Freundin jede Menge Arbeit investiert. Mit Barbi Mohr (l.) bedauert sie, dass Claudia Lefarth die Versteigerung am nächsten Samstag nicht mehr erleben kann. (Foto: Michael Kaprol)
Bottrop: Innenstadt |

Mit einer amerikanischen Versteigerung wird am kommenden Samstag ein 150 x 1,90 Meter großer Quilt an den Mann oder die Frau gebracht. Mitsteigern ist angesagt: Das stationäre Hospiz freut sich über zahlreiche Teilnehmer am 7. Dezember um 14.30 Uhr in der Martinskirche. Der Auktionator ist eine bekannte Persönlichkeit.

„Eine Freundin aus Glückstadt hat einen Quilt aus Krawatten für die Finanzierung einer Kirchenorgel gefertigt – 1000 Euros sind bei der amerikanischen Versteigerung zusammengekommen“, erklärt Helga Wischermann, die den Quilt zusammen mit ihrer im Mai verstorbenen Freundin Claudia Lefarth erstellte.
„Im Sommer letzten Jahres hatte Claudia eine große OP. Aber sie war es, die im September sagte, wir sollten mal langsam mit dem Quilt beginnen. Die Arbeit daran hat ihr gut getan.“ Zwischen zwei und drei Stunden haben die beiden Frauen täglich daran von September bis Dezember gearbeitet. „Ich hätte gewünscht, dass meine Freundin Claudia die Versteigerung des Quiltes noch erleben kann, aber leider haben wir erst jetzt eine Veranstaltung gefunden, in deren Rahmen die Versteigerung passt“, so Barbi Mohr, Vorsitzende der Hospizgruppe. Der Quilt, der am Samstag, 7. Dezember, um 14.30 Uhr in der Martinskirche versteigert wird, ist etwa 1,50 x 1,90 groß und anschmiegsam. „Wenn man gebrauchte Stücke nimmt, wird der Quilt weicher und kuscheliger“, weiß Helga Wischermann, die schon zahlreiche solcher Kunstwerke gefertigt hat.
Aus 16 Stoffstücken besteht ein Sternmotiv, von denen insgesamt 30 auf der Decke sind. Zusammen mit den Einfassungen der Sterne und den Rändern der Rückseite, dürften hier gut 1000 Stoffstücke für die dreilagige Decke vernäht worden sein.
„Ich wünsche mir, dass in Bottrop der gleiche Betrag erreicht werden kann wie in Glückstadt“, sagt Barbi Mohr. „Hoffentlich kommen ganz viele Leute und bieten sofort mit, damit die Versteigerung nicht schleppend beginnt. Nur so können wir eine ansehnliche Summe für das stationäre Hospiz bekommen.“
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