Bottroper Musikszene: Doris-D

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Jörg van Kesteren, Oliver „Oyo“ Steinke und Michael Bokelmann (v.l.n.r.) wollen als Akustik-Coverband Doris-D mit deutschen Songs für Spaß, Unterhaltung und gute Stimmung sorgen. (Foto: Michael Kaprol)
 
Doris-D geben deutsche Songs zum Besten. (Foto: Michael Kaprol)

Zwei Gitarren, eine Ukulele, ein Cajon, ein Akkordeon und vielleicht auch mal ein Banjo oder eine Mandoline. Vor allem aber drei Gesangsstimmen, die gerne hin und wieder zeitgleich erklingen: Das ist Doris-D.

Punk und Schlager, Rock und Pop. Major Tom, Silbermond, die Toten Hosen oder die Spider Murphy Gang – die Bottroper Akustik-Coverband spielt die deutschen Hits, beginnend von den 70er Jahren bis in die Gegenwart. Doris-D, das sind drei gestandene, erfahrene Musiker.

Genauer gesagt Michael Bokelmann, Jörg van Kesteren und Oyo Steinke. „Alle zusammen haben wir wohl an die hundert Jahre Erfahrung auf der Bühne“, wissen die drei Bandmitglieder, die allesamt zwischen 45 und 51 Jahren alt sind und seit ihrer Jugend musizieren. Gemeinsam als Doris-D treten sie allerdings erst seit knapp fünf Jahren auf. Bis 2009 wurde elektronisch verstärkte Rockmusik gespielt. „Dann ging uns sowohl unser Bassist als auch der Proberaum verloren“, erinnert sich Oyo Steinke. Doch hinzu kam Michael Bokelmann als neues Bandmitglied und Doris-D war geboren. Doris-D? Ob der Bandname etwas mit der amerikanischen Sängerin und Schauspielerin Doris Day zu tun habe? „Das könnte man meinen“, lächelt Jörg van Kesteren und verrät: „Das ‚D‘ im Namen steht für deutsch und wird auch so ausgesprochen.“ Deutsch, deutsche Musik, deutsche Songs, und zwar in Akustik. Wohl fast schon ein Alleinstellungsmerkmal in der Bottroper Musikszene.

Erst der Gurkensalat,
dann die Probe

Vor allem moderne Stücke sind es, die die drei covern. Umrangiert auf zwei Gitarren, ein Cajon, was ein Schlaginstrument darstellt, und drei Stimmen. „Wir komponieren Dinge dazu, aber immer so, dass man die Lieder wieder erkennt“, erklärt Michael Bokelmann. Im Programm haben sie zum Beispiel „Ein Kompliment“ von den Sportfreunden Stiller, „Haus am See“ von Peter Fox, „Tage wie dieser“ von den Toten Hosen, „Vom selben Stern“ von Ich und Ich oder die Spider Murphy Gang.Ein breites Spektrum also, für das die Band jedoch nur ein kleines Equipment benötigt. „Wir sind wohnzimmer- und stadiontauglich und können überall spielen“, betont Jörg van Kesteren.

Doch egal, wo Doris-D auftritt, die Motivation und Intention, die die drei Musiker hegen, ist und bleibt immer die gleiche: eine vernünftige musikalische Leistung, das Publikum unterhalten und nach Möglichkeit auch in das Programm miteinbeziehen. Und letzteres geschieht auch manchmal ganz und gar ungeplant, wie Michael Bokelmann berichtet: „Bei einem Auftritt in Essen kam plötzlich ein kleines, etwa anderthalb jähriges Mädchen aus dem Pulk vor der Bühne auf uns zu, zog seine Hose aus und warf sie uns zu.“ Ein vermutlich einmaliges Erlebnis.

Einmal wöchentlich probt Doris-D derweil. Immer reihum. Immer bei einem der Musiker zu Hause. Etwa zwei, drei Stunden lang. Zumindest meistens. „Naja, es kommt drauf an, wie lange wir essen“, lacht Oyo Steinke, der Mann an der Ukulele. Denn das gemeinsame Abendmahl gehört am Tag der Probe mittlerweile genauso dazu, wie das Einstudieren der Stücke selbst. Doch wenn Gurkensalat, Frikadellen und Baguette verspeist sind, dann erklingen wieder Gitarre, Ukulele und die drei Stimmen der Doris-D.

Nächster Auftritt
> „Doris-D“ tritt am 8. Juni beim Bottroper Stadtfest auf. Ein weiterer Termin in der Umgebung ist am 1. September beim Hafenfest am Essener Baldeneysee


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