Bottroper Musikszene: Greydon Fields

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Die vier Metal-Jungs von „Greydon Fields“ sind stets mit Herzblut bei der Sache: Patrick Donath, Gregor Vogt, Riccardo Vinti und Jochen Klapheck (v.l.n.r.). (Foto: Greydon Fields)

„Sobald man auf der Bühne steht und den ersten Akkord gespielt hat, will man so sein wie Metallica“, lächelt Patrick Donath. Der 42-Jährige, der allseits unter dem Spitznamen „Teddy“ bekannt ist, weiß wovon er spricht. Denn er ist der Sänger der Band „Greydon Fields“.

Dahinter stecken vier gestandene Musiker, die sich unter anderem vom Stile eben jener US-amerikanischen Heavy-Metal-Band inspirieren lassen, um ihr eigenes Ding, ihre eigene Musik, ihre eigenen Songs zu verwirklichen – und das erst seit rund einem Jahr. Denn bis dahin hatten Sologitarrist Gregor Vogt und Schlagzeuger Riccardo Vinti in einem rein instrumentellen Projekt ein paar Lieder geschrieben, allerdings fehlte noch der passende Sänger. Und wer sollte da anderes in Frage kommen als „Teddy“ Donath, mit dem die beiden bereits vor 15 Jahren in der Band „Art Crime“ zusammengespielt hatten? „Sie haben sich gedacht: Fragen wir mal den Alten“, erklärt Patrick Donath augenzwinkernd, „und der hat sich gefreut.“

Vor etwa einem halben Jahr stieß schließlich noch Bassist Jochen Klapheck zu dem Trio hinzu und komplett war „Greydon Fields“. Bay Area-Metal nennt sich die Richtung, die sich die vier Musiker auf die Fahne geschrieben haben und die auch in den sechs Tracks auf ihrer gerade erschienenen CD zu hören ist. Texten, einspielen, singen, aufnehmen – acht bis zwölf Stunden ihrer Freizeit opferten die vier Jungs zuletzt in ihrem Wattenscheider Proberaum, um das gemeinsame Produkt nun endgültig in den Händen halten zu dürfen. „Ein wunderbares Gefühl“, schwärmt Sänger „Teddy“ Donath. Der Bottroper ist derweil auch derjenige, der die Liedtexte für die Metal-Band schreibt. Und eine kleine Botschaft, ein wenig Sozialkritik schwingt vermutlich je nach subjektivem Gefühl des Zuhörers dabei immer mit.

Bei Stromausfall gibt's ein Metal-Quiz

So zum Beispiel, wenn das Quartett in seinem Song „Cathedral“ über die Kirche und deren Geldeintreiberei und Verschwiegenheit singt. „Ich möchte niemandem eine Meinung aufdrücken“, betont der 42-Jährige, „ich schreibe halt über Sachen, die mich interessieren. Die Botschaft, die dabei am Ende herauskommt, ist nur für mich.“ Spaß haben, den Fans eine Freude bereiten und viele Menschen ansprechen. Allesamt Ziele, die die vier langjährigen, erfahrenen Musiker im Sinn haben, wenn sie im September erstmals gemeinsam auf der Bühne stehen und ihre neue CD präsentieren. Ob es denn da auch so etwas wie Lampenfieber gebe? „Nein, nur reine Vorfreude“, lacht Patrick Donath, „die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns verspielen, geht gegen null.“

Denn selbst bei einem Stromausfall während eines Konzerts hätte der Metal-Fan schon einen Plan B parat. „Dann überbrücken wir die Zeit mit einem Metal-Quiz.“ Und zwar vermutlich so lange, bis „Greydon Fields“ den ersten Akkord gespielt haben und am liebsten wieder so sein möchten, wie die ganz Großen. Wie Metallica eben.

Der nächste Auftritt ist am 20. September in der Freakshow in Essen-Steele, der nächste Auftritt in Bottrop findet am 8. Februar im Cottage statt. Infos zu Band und CD über die e-Mail-Adresse info@greydonfields.de.


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