„Bündnis gegen Rechts“ mobilisiert gegen Auftritt der AfD

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Das „Bündnis gegen Rechts“ ruft zu einer Protestveranstaltung am Donnerstag, 11. Mai, ab 18 Uhr an der Willy-Brandt-Gesamtschule auf.

Ab 19.30 Uhr hat die rechtspopulistische Partei AfD (Alternative für Deutschland) zu einem Informationsabend in dieser Schule eingeladen und erwartet für ihren „Wahlkampfendspurt“ das AfD-Aushängeschild Frauke Petry, NRW-Parteichef Markus Pretzell und den durch Talkshowauftritte bekannten Guido Reil.

Auf dem Gelände neben der Schule an der Brömerstraße will sich das Netzwerk öffentlich „detailliert mit den Parolen der AfD auseinandersetzen und die Gefahr aufzeigen, die von dieser Gruppierung ausgeht“, so der Sprecher des Bündnisses, Jürgen Buschfeld.

Buschfeld sieht den Widerstand gegen die AfD als „Pflicht jedes echten Demokraten. In der AfD geben rechtsradikale Kräfte immer mehr den Ton an, wie der Schwenk auf ihrem Parteitag gezeigt hat. Ihr Thüringer Anführer Björn Höcke bezeichnet das Holocaust-Mahnmal als ,ein Denkmal der Schande´. Menschen, die für eine andere Meinung stehen, wird Gewalt angedroht.“ Bundesweit mache die AfD mit nationalistischer und rassistischer Hetze Stimmung gegen Menschen auf der Flucht.

Das AfD-Aushängeschild Frauke Petry und der NRW-Chef Marcus Pretzell, die bei der Veranstaltung auftreten wollen, fordern gar den Einsatz von Schusswaffen gegen Flüchtlinge an der Grenze. Die Mitglieder des Bündnisses aus zahlreichen Parteien, Kirchen und gesellschaftlichen Organisationen ist sich einig: „Die AfD ist in ihrer Stimmungsmache gegen Zuwanderer kaum noch von der NPD zu unterscheiden.“

Die engagierten Demokraten finden es „unerträglich, dass die AfD ausgerechnet in der Willy-Brandt-Gesamtschule ihre Hetze in Bottrop verbreiten kann. Willy Brandt musste vor der Hitler-Diktatur aus Deutschland fliehen. Seine Worte sind eine Mahnung. ,Die Zukunft wird nicht gemeistert von denen, die am Vergangenen kleben.´ Eine solche Veranstaltung in der nach ihm benannten Schule ist eine Verhöhnung seines Andenkens.“

Das Bündnis in seinem Aufruf weiter: „Bottrop ist kein Ort für Rassisten! In unserer Stadt ist kein Platz für die Hetze der AfD-Sprecherin und ihrer Partei. Wir werden uns nicht an den Hass und die Menschenverachtung der AfD gewöhnen! Deshalb rufen wir auf, ein Zeichen gegen diese Veranstaltung zu setzen und den Rechten am 11. Mai die Stirn zu bieten.“
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