Gel(i)ebte Leidenschaft: Angehende Designerin mit erster Kollektion auf Fashion-Show

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Das Model präsentiert eines von drei Outfits der Bottroperin Seyran Sahin auf der „Show Me!“ im Düsseldorfer Mercedes-Benz Werk. (Foto: Bernd Miszczak)
 
Zeichnen tut sie schon, seitdem sie einen Stift halten kann. Nähen hat sie sich in den letzten zwei Jahren selbst beigebracht: Seyran Sahin bei der Arbeit. (Foto: privat)

Einmal im Leben als Model über den Laufsteg schweben – der Traum vieler junger Mädchen. Oder noch besser: Die Models in der eigenen Kollektion über den Catwalk laufen sehen.

Dieser Traum ging jetzt für Seyran Sahin bei der Modenschau „Show Me!“ des Fashion Design Instituts im Düsseldorfer Mercedes-Benz Werk in Erfüllung. Die gebürtige Bottroperin studiert im dritten Semester an der FDI in der Landeshauptstadt „Fashion Design“.
„Das war schon ein irres Gefühl. Einfach unglaublich,“ erzählt die 24-jährige. „Ich war zwar zunächst nur backstage, doch den Applaus konnte ich deutlich hören.“ Nachdem die Models von ihr und den Visagisten hinter den Kulissen eingekleidet und fertig gestylt wurden, schickte die Studentin ihre drei selbstentworfenen und eigenhändig genähten Outfits rein ins Scheinwerferlicht.

Den entscheidenden Moment beschreibt Seyran Sahin so:„Die Nervosität war natürlich da. Doch als das Publikum dann anfing zu applaudieren, habe ich mich nur noch megagefreut. Der Beifall hat es mir auch umso leichter gemacht, meinen eigenen kleinen Auftritt am Ende der Show zu meistern.“
Auf der „Show Me!“ präsentieren alle Studierenden des Instituts zwischen dem ersten und fünften Semester ihre phantasievollen Kreationen. In der Vorbereitung mussten dazu auch, ähnlich wie bei großen Designern, Fotoshootings organisiert, Skizzen angefertigt und Fashion-Videos gedreht werden.

Positives Feedback

„Und so viele verschiedene Akteure zeitlich unter einen Hut zu kriegen ist absolut nicht einfach“, erklärt Seyran Sahin. Doch der Aufwand habe sich mehr als gelohnt. Für ihre Mode hat sie von Fotografen und Models gleich viel positives Feedback erhalten. Und dank etlicher neuer Kontakte kann sie schon jetzt ein Team für die nächste Kollektion zusammenstellen.

Die Begeisterung für Mode und die Leidenschaft fürs Zeichnen wurden der 24-jährigen bereits in die Wiege gelegt. „Schon im Kindergarten habe ich anstatt mit Barbies zu spielen immer nur Stifte haben wollen. Ich habe ständig gemalt und irgendwann angefangen, Cartoons nachzuzeichnen.“ Mit der kleinen Ausnahme, dass sie den Figuren ein alternatives Outfit verpasste. So wurde beispielsweise für die Comic-Heldin „Sailor Moon“ ein neues Kleid entworfen.

Mix aus Tradition und Moderne

Dieser Enthusiasmus ist bis heute geblieben, nur der Stil hat sich geändert. Und so mixt die angehende Designerin auf dem Weg zu ihrer Abschlusspräsentation 2017 im Berliner Hotel Adlon verschiedene Stile miteinander, kombiniert orientalische und europäische Designs, vermischt Tradition und Moderne. „Ich mag es, aus einfachen Schnitten und schlichten Materialien mit dezenten Accessoires etwas Peppiges zu erschaffen.“ Inspirationen dazu liefern bekannte Namen wie der große Karl Lagerfeld oder der türkische Designer Hakan Akkaya.

Auch wenn der eine Traum nun Realität geworden ist, ein anderer lebt nach wie vor – eines Tages eine eigene Marke kreieren. „Als Newcomer ist das natürlich schwierig“, weiß die loyale Bottroperin, für die ein Umzug nach Düsseldorf nicht in Frage kommt. Aber was auch kommen mag, ihren Traumberuf hat sie definitiv gefunden: „Etwas anderes kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.“
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2 Kommentare
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Yvonne Beate Küffner aus Bottrop | 11.03.2015 | 20:41  
Christian Gensheimer aus Essen-Nord | 12.03.2015 | 17:58  
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