Jule Kemper leistet Frewilligen-Einsatz in Costa Rica

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Im Jaguar Rescue Center kümmert sich Jule um verletzte und verwaiste Tiere.

Es ist nicht mal ein Jahr her, dass Jule Kemper im Josef Albers Gymnasium für ihr Abitur gebüffelt hat. Inzwischen sind diese Tage ganz weit weg - und das kann man getrost wörtlich nehmen.

Die junge Bottroperin ist nach der bestandenen Reifeprüfung nämlich nicht an die Uni gegangen oder hat eine Ausbildung begonnen. Jule Kemper ist für ein Jahr nach Costa Rica gereist. Dort leistet sie Freiwilligen-Arbeit im Jaguar Rescue Center, welches in Puerto Viejo an der Karibikküste liegt.

"Für mich stand fest, dass ich nach dem Abi ins Ausland gehe, um mal über den Tellerrand hinaus zu schauen", erzählt Jule. "Ich habe mich für Costa Rica entschieden, um mein Spanisch anzuwenden und zu verbessern, was ich schon seit der 8. Klasse in der Schule hatte und es glücklicherweise sogar als Leistungskurs wählen konnte."

Im Jaguar Rescue Center hilft sie mit, verletzte und verwaiste Tiere aufzunehmen und sich so lange um sie zu kümmern und sie aufzupäppeln, bis sie schließlich mit den bestmöglichen Überlebenschancen wieder in der freien Wildbahn freigelassen werden können. "Das Center verfügt über eine Krankenstation beziehungsweise eine kleine Tierklinik, in der die akuten Fälle behandelt werden und zum Beispiel notwendige Operationen durchgeführt werden. Danach werden sie von den Freiwilligen, die im Center arbeiten, so lange gepflegt, bis sie schlussendlich ausgewildert werden können. So werden zum Beispiel die Affen, die körperlich wieder genesen sind, jeden Tag in den Wald gebracht, um sich wieder an das Leben in der freien Wildbahn zu gewöhnen. Unter Umständen dauert eine Rehabilitation und Auswilderung Jahre, da die Tiere vorher nie in der Wildnis gelebt haben oder als Waisen im Babyalter gefunden oder von klein auf als Haustiere gehalten wurden. So haben wir zur Zeit unter anderem sieben Affenbabys, welche Waisen sind, und einen psychisch gestörten ausgewachsen Spinnenaffen, welcher zuvor ein Haustier war", berichtet Jule. "Im Endeffekt leistet das Center einen großen Beitrag zur Erhaltung einer Flora und Fauna, die zu den weltweit einzigartigsten und vielseitigsten zählt. Egal ob Faultier, Ameisenbär, Adler, Affe, Opossum oder Papagei, alle Tiere werden aufgenommen."

Das Leben am anderen Ende der Welt gefällt der jungen Frau gut: "In der Schule haben wir oft über das Leben in Mittel- und Südamerika gesprochen und die Lebenseinstellung hat mich von Anfang an fasziniert. Das Leben ist hier von Grund auf anders. Die Ticos, so nennen sich die Costaricaner, versprühen solch eine Lebensfreude und Energie und sind so hilfsbereit und herzlich zu jedem. Sie haben viel weniger als wir in Deutschland und scheinen trotzdem glücklicher zu sein. Der Satz ,Pura Vida' drückt all das aus. Er heißt so viel wie ,Entspanne dich und genieße dein Leben, hab keine Sorgen'. Man kann ihn zur Begrüßung, aber auch zum Abschied sagen oder generell, wann immer man es möchte. ,Pura Vida' wird immer als eine freundliche Geste angesehen und die Menschen freuen sich, wenn man es zu ihnen sagt."

Auch für die Zeit nach ihrem Freiwilligen-Einsatz hat Jule schon konkrete Pläne: "Wenn die Arbeit als Freiwillige beendet ist, werde ich noch in die Ecken Costa Ricas reisen, die ich noch nicht gesehen habe. Danach geht es weiter nach Argentinien, um noch einmal ein anderes spanisch sprechendes Land und dessen Natur kennen zu lernen." Im Jaguar Rescue Center kümmert sich Jule um verletzte und verwaiste Tiere. Foto: privat
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