Kulturrucksack-Kinder zu Besuch beim Stadtspiegel

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Beim Besuch in der Stadtspiegel-Redaktion erfuhren die Kulturrucksack-Kinder wie eine Nachricht in die Zeitung kommt. Foto: Kappi

Da gab es für Emily, Hannah, Felix, Dennis, Sophie und die anderen Kulturrucksack-Kinder eine Menge zu bereden auf dem Heimweg: Sie hatten den Nachmittag in der Stadtspiegel-Redaktion verbracht und durften dort nicht nur den Redakteuren jede Menge Fragen stellen, sondern auch den Oberbürgermeister interviewen.

Bernd Tischler hatte extra eine Stunde Zeit in seinem engen Terminkalender freigeräumt und stellte sich den Fragen der Jungen und Mädchen, die so das erste Interview ihres Lebens führen konnten. Denn der Titel ihres Workshops hieß "Wie entstehen Nachrichten?".

Und so hatten die Kinder sich vorher Gedanken gemacht, was bei so einem Gespräch mit dem Oberbürgermeister denn wichtig und interessant sein könnte. "Wie sieht das Arbeitsleben eines Oberbürgermeisters aus?", lautete die erste Frage der Kids. "Ich erzähle mal wie mein Tag heute war", gab Bernd Tischler ausführlich Auskunft. Nach dem frühmorgendlichen Laufen und dem Spaziergang mit dem Hund ging es los: Pressekonferenz zum Ruhrmarathon, ein Vortrag vor Besuchern im Rathaus und nach dem Stadtspiegel-Besuch noch ein Treffen mit dem Gelsenkirchener Amtskollegen und dem Landrat aus Recklinghausen.

Ob Tischler schon immer Oberbürgermeister werden wollte, wer seine Termine bestimmt und ob man die auch mal absagen kann, welche Hobbies er hat und was er mal machen möchte, wenn er kein Oberbürgermeister mehr ist, standen unter anderem auch auf dem Fragen-Zettel.

Natürlich wurden auch die Stadtspiegel-Redakteure mit Fragen gelöchert. Da ging es um den Tagesablauf in einer Redaktion, welche Voraussetzungen man mitbringen muss, um Redakteur zu werden, wer darüber entscheidet welche Texte in der Zeitung erscheinen und wie diese sich eigentlich finanziert - schließlich liegt der Stadtspiegel zweimal pro Woche in fast allen Bottroper Haushalten.

"Die Kinder fanden den Nachmittag total interessanten, haben sie mir erzählt", berichtet Eveline Siegert von der Lebendig Bibliothek, die dieses Kulturrucksack-Projekt organisiert hatte. "Sie haben gestaunt dass ein so kleines Redaktions-Team die Zeitung fertig stellt und dass es doch ein ziemlich stressiger Job ist."



INFO

Das Land NRW hat gemeinsam mit den Kommunen und Kultureinrichtungen 2012 neues Landesprogramm auf den Weg gebracht: den Kulturrucksack Nordrhein-Westfalen. Dafür stellt das Kulturministerium jährlich rund drei Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.


Ziel des landesweiten Vorhabens ist, allen Kindern und Jugendlichen kostenlose und deutlich kostenreduzierte kulturelle Angebote zu eröffnen.

Der Kulturrucksack NRW startete 2012 mit 28 Pilotkonzepten in 55 Städten und Gemeinden für insgesamt rund 320.000 Kindern und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren. In diesem Jahr sind bereits 231 Kommunen an insgesamt 73 Kulturrucksack-Standorten dabei.

In Bottrop liegt das Programmheft in öffentlichen Einrichtungen im Stadtgebiet aus. Zudem wurden alle Jugendlichen im Alter von zehn bis 14 angeschrieben und finden das Heft in ihrer Post.
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