Fragen und Antworten zu IKEA Bottrop

Die Parkplatzsituation bei IKEA (Foto: Elbfische)
Bottrop: Kraneburger Feld |

Seit wann finden Gespräche zwischen der Stadt und IKEA statt?

Wir haben schon seit längerem nach geeigneten Standorten entlang der A 42 im
östlichen Ruhrgebiet gesucht. Erste Gespräche mit der Stadt Bottrop haben 2014
stattgefunden.

Sie hatten noch weitere Standorte im Ruhrgebiet ankündigt. Wie sieht Ihre
Strategie hier aus?


IKEA sieht im Ruhrgebiet ein großes Potenzial für weitere Einrichtungshäuser. Aus
diesem Grund wollen wir nicht nur den Standort Essen aufwerten, indem wir unser
bestehendes Einrichtungshaus in Essen mit einem moderneren Neubau auf dem
Thyssen-Krupp Areal ersetzen. Darüber hinaus plant IKEA drei neue Standorte im
Ruhrgebiet: und zwar konkret in Bottrop, mittelfristig in der Region Bochum/Herne und
langfristig in Castrop-Rauxel. Konkret heißt das… Damit investiert IKEA insgesamt
mindestens 250 Millionen Euro im Ruhrgebiet und schafft rund 500 Arbeitsplätze.
Warum möchten Sie in Bottrop investieren, was macht die Attraktivität des
Standortes für Sie aus?
Wir möchten überall in Deutschland unseren Kunden einen IKEA Besuch innerhalb einer Fahrtzeit von 20 bis 40 Minuten möglich machen. Mit Bottrop schließen wir einen neuen Einzelhandelsstandort mit großem Potenzial und langfristigen Perspektiven im nordwestlichen Ruhrgebiet und entlasten gleichzeitig bestehende IKEA Einrichtungshäuser im Ruhrgebiet, insbesondere Essen. Überzeugt hat uns auch die verkehrsgünstige Lage des Standortes.
Allerdings sind die Bedingungen für den Anschluss des Einrichtungshauses an den ÖPNV derzeit nicht optimal. Hier wollen wir gemeinsam mit der Stadt eine gute Lösung
erarbeiten. Weiterhin überzeugt hat uns die Lage in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Einrichtungshäusern und Fachmarkteinrichtungen (auf gegenüberliegender Straßenseite).

Von welchem Einzugsgebiet gehen Sie aus?

Grundsätzlich nehmen unsere Kunden eine Fahrtzeit von bis zu 60 Minuten in Kauf, um zu uns zu kommen. Konkret geht IKEA von einem Einzugsgebiet aus, welches das
nordwestliche Ruhrgebiet umfasst (Städte Bottrop, Essen, Gladbeck, Gelsenkirchen) und sich nach Norden entlang der A31 bis zur niederländischen Grenze erstreckt. Wir rechnen zukünftig am neuen Standort in Bottrop mit 1 - 1,5 Mio. Besuchern im Jahr.
Die meisten Kunden werden IKEA Bottrop bis 40 Minuten erreichen können.

Wie werden Sie die Bürger informieren?

Wir möchten überall ein guter Nachbar sein und besonders die Menschen vor Ort, die in unmittelbarer Nähe eines neuen IKEA Einrichtungshauses sind, informieren, ihnen
zuhören und Anregungen gerne aufnehmen. Eine transparente, offene Kommunikation
ist dabei unser wichtigster Grundsatz.

Mit wie vielen Fahrzeugen rechnen Sie an normalen und an frequenzstarken
Tagen wie Freitags/Samstag?


Zusammen mit dem Kfz-Verkehr der Mitarbeiter und des Lieferverkehrs sind zukünftig
durchschnittlich an einem normalen Werktag (Montag bis Donnerstag) mit 4.100 Autos, und an Freitagen mit rd. 4.400 sowie an Samstagen und Spitzentagen mit 6.400 Autos zu rechnen.
Nach ersten Erkenntnissen aus dem Verkehrsgutachten ist die verkehrliche Erschließung mit einigen Verbesserungsmaßnahmen entlang der B224 gut lösbar. Dabei werden in der Planung zwei Planfälle parallel betrachtet werden. Eine für den Fall des Ausbaus der B224 zur A52 und ein Planfall ohne Ausbau zur Autobahn.

Wie werden Sie den Verkehr abwickeln?

Ein funktionierender Verkehrsfluss ist auch für uns von größtem Interesse – Kunden, die im Stau stehen, kommen schließlich kein zweites Mal. Gleichzeitig tun wir alles, um mögliche Beeinträchtigungen für die Nachbarn so gering wie möglich zu halten.
Wir erwarten den größten Besucherstrom aus Richtung Norden von der A2 kommend.
Gemeinsam mit der Stadt sind wir in der Abstimmung für ein funktionierendes
Verkehrskonzept an dem geplanten Standort. Dazu gehören beispielsweise neue
Abbiegespuren und neue Ampelschaltungen im Verlauf der B224 zwischen
Anschlussdreieck A2 Essen/Gladbeck sowie Autobahnkreuz A42 EssenNord. A. Ein
entsprechendes Verkehrsgutachten wird im Rahmen des B-Planverfahrens fertiggestellt und öffentlich bekannt gemacht werden.
Wir möchten, dass möglichst viele Menschen zukünftig ohne Auto zu uns kommen.
Deshalb wird die Nähe zu den ÖPNV-Haltestellen und bestehende Fuß- und Radwege
eine wichtige Rolle spielen. Wir rechnen für IKEA Bottrop mit einem ÖPNV-Anteil von 5
Prozent. Aktuell sind die Bedingungen für den Anschluss des Einrichtungshauses an den ÖPNV derzeit nicht optimal. Hier wollen wir gemeinsam mit der Stadt eine gute Lösung erarbeiten.

Welche möglichen Umwelt- und Artenschutzmaßnahmen bieten Sie an?

Mensch und Umwelt zu achten ist bei IKEA keine zusätzliche Aufgabe, sondern die
Voraussetzung dafür, ein erfolgreiches Unternehmen zu sein. Deshalb ist bei IKEA
Umwelt- und Artenschutz ganz groß geschrieben.
Wenn wir neue Einrichtungshäuser bauen, unternehmen wir alles, um sie von Anfang an energieeffizient zu machen. Und wir suchen stets nach Möglichkeiten, in bestehenden Einrichtungshäusern Strom zu sparen, zum Beispiel mit effizienteren Heizungs-, Ventilations- und Klimaanlagen.
Auch Artenschutz ist ein wichtiges Thema für uns. So betreiben wir in Lübeck einen
einzigarten Artenschutz zum Schutz von Schwalben und Fledermäusen. Mit Hilfe eines speziellen Artenschutzhauses stellen wir nicht nur Ausweichquartiere sicher, sondern können über dies hinaus die Erforschung der Arten unterstützen. In Bremerhaven haben wir beispielsweise ein Bienenhotel gebaut.
Welche Details können Sie zum Einzelhandelsgutachten nennen?
Das Einzelhandelsgutachten ist ein wesentlicher Baustein im Rahmen der Ansiedlung
unseres Hauses. Da es sich bei der IKEA Ansiedlung um ein regional bedeutsames
Vorhaben handelt, wird die Stadt Bottrop in enger Abstimmung mit insbesondere den
Nachbarkommunen Gelsenkirchen und Gladbeck sowie IKEA eine Untersuchung in
Auftrag geben, die basierend auf den bestehenden Einzelhandelskonzepten der drei
Städte die Sortimentsverträglichkeit von IKEA untersuchen wird.
Ein Ergebnis wird voraussichtlich Ende 2015 vorliegen.

Was ist mit den Nachbarkommunen? Inwieweit sind Sie bei Ihren Planungen
einbezogen, berücksichtigt worden?


Eine IKEA Ansiedlung ist immer ein regional bedeutsames Vorhaben. Nicht nur unsere
Kunden kommen aus der Region sonder auch unsere zukünftigen Mitarbeiter und
Lieferanten. Daher möchten wir gemeinsam mit der Stadt Bottrop das Vorhaben in enger Abstimmung mit den Nachbarkommunen transparent kommunizieren und umsetzen.

Präsentation IKEA Infoveranstaltung September 2015
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