Raus in die „Ruhrnatur“: Junge Forscher mit der Schlaumeise auf spannender Exkursion

Anzeige
Im Mülheimer Haus Ruhrnatur wurden die Drittklässler der Konradschule von Leiterin Christa Schragmann begrüßt und sogleich mit wertvollen Informationen zur Ruhr und ihren Bewohnern versorgt.
 

Mit unserer „Schlaumeise“, der neugierigen Wissens-Agentin, ging es für 25 Drittklässler der Konradschule raus aus dem Klassenzimmer und rein in die „Natur der Ruhr“ zu Flohkrebsen, Muscheln und vielen kleinen Tieren, die später ganz groß rauskamen.

Der Projekttag mit einer spannenden Exkursion entlang und später sogar in der Ruhr startete am Mülheimer „Haus Ruhrnatur“, dem Erlebnismuseum des RWW.

Hier erklärte Leiterin Christa Schragmann den Kids der 3b die Bedeutung der Ruhr für unser Trinkwasser und zeigte ihnen im drei Meter hohen Aquarium einige Bewohner der Ruhr – Karpfen, Schildkröten und Nasenfische. Die Schüler ließen sich die Vorfreude gleich anmerken und nahmen ihre Finger zum Anzeigen einer Frage gar nicht mehr aus der Luft. Die Neugierde wurde belohnt und so staunten sie unter anderem darüber, dass Karpfen bis zu 20 Jahre alt werden können.

Mit Keschern und Sieben ins Grüne

„Der Schwanz der Schildkröte ist zwar lang, verschwindet aber schnell in ihrem Gehäuse, wenn sie Angst hat“, stellte Sophie wissend fest.
Und ja, der Graureiher, den Christa Schragmann hochhielt, ist tatsächlich ausgestopft! Einige Kids zeigten sich beruhigt.
Doch schnell war es auch genug der Theorie, der Bottroper Nachwuchs hatte seine Regenmäntel und Gummistiefel ja schließlich nicht umsonst eingepackt.
Mit Keschern und Sieben ausgestattet ging es rasch ins Grüne; die kleinen Forscher folgten ihrer Rektorin Ulrike Dorkewitz, Lehrerin Judith Reisch und Christa Schragmann am Wasserkraftwerk vorbei und über windige Brücken hinüber immer der Ruhr entlang zu einer Stelle mit niedrigem Wasserstand.

Hier wollten sie wissen, ob denn das Baden in der Ruhr überhaupt erlaubt sei. „Baden war wegen der Bakterien verboten. Doch heute ist die Qualität des Wassers wieder gut, so dass es - natürlich nur unter Aufsicht - eigentlich wieder erlaubt werden könnte“, erklärte Christa Schragmann.
Doch trotz mitgebrachter Wechselkleidung war den Kindern bei herbstlichen Temperaturen nicht nach Schwimmen zumute, sodass sie beim Erkunden des Ruhrufers besonders aufpassen mussten, nicht auszurutschen und ins Wasser zu fallen.

Akribische Suche nach Asseln, Larven und Muscheln

Im knöchelhohen, stehenden Gewässer sammelten die Kids fleißig Steine und untersuchten ihre Siebe akribisch nach Asseln, Larven, Fischeiern oder Muscheln. Sie scheuten sich auch nicht davor, größere Gesteinsbrocken anzuheben und zu schauen, was sich darunter verbirgt. „Ist das wirklich ein Stein? Könnte auch ein Zahn sein." Jan war sich nicht ganz sicher.
Der Fund des ersten größeren Fisches, einer „Groppe“, wurde natürlich entsprechend bejubelt.

„Jaaaa, wir haben einen Fisch gefunden“, steckten alle die Köpfe zusammen, um die Trophäe zu begutachten.
„Groppen leben ausschließlich in sauerstoffreichen Gewässern,“ erklärte Christa Schragmann. „Sie hier zu finden ist auch ein Indikator für die gute Qualität des Ruhrwassers.“ Die wichtigsten Funde des Tages verstauten ihre Entdecker schließlich in Gläsern und trugen sie zurück zum Haus Ruhrnatur, wo alle kleinen Bewohner der Ruhr, die die Kinder gefunden hatten, unter dem Mikroskop genauer unter die Lupe genommen wurden.
Unter dem Vergrößerungsglas offenbarten sich die feinen Details der Tiere und wie rasant sich mancher Vielbeiner tatsächlich fortbewegt. „Ich bekomme den Krebs ja gar nicht zu sehen. Der rast viel zu schnell an der Linse vorbei“, beschwerte sich Lennart.

Beeindruckende Präsentation auf einer großen Leinwand

Und doch war der Höhepunkt des Projekttages noch nicht erreicht. Die beeindruckensten Tierchen präsentierte Christa Schragmann den Kindern auf einer großen Leinwand, bei all den stark vergrößerten Köpfen, Flossen, Tentakel und Augen kamen die sie aus dem Staunen gar nicht mehr raus. „Was für ein gelungener, ereignisreicher Tag“, freute sich Schulleiterin Ulrike Dorkewitz. „Es ist nicht selbstverständlich, dass unsere Kinder so viel in so kurzer Zeit über die Natur lernen können.“

Mit vielen neuen Erkenntnissen, nachhaltigen Eindrücken und einem kleinen Präsent der Agentin Schlaumeise samt Urkunde ging es am frühen Nachmittag zurück nach Bottrop.

Viele weitere Informationen zur Ruhr und dem Haus Ruhrnatur gibt es hier.

Fotos: gen
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.