Aus der Rolle gefallen: SPD-Bundestagsabgeordneter Gerdes pöbelt gegen Kritiker

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Aus der Rolle gefallen: SPD-Bundestagsabgeordneter Michael Gerdes

Michael Gerdes ist ein etablierter Politiker: Schon seit vielen Jahren sitzt er für den Bottroper Wahlkreis im Bundestag und er war langjährig Chef der Bottroper SPD. Umso erstaunlicher, wie er bei Kritik aus der Rolle fällt.

So teilte Gerdes jüngst deftig gegen LINKE-Ratsherr Niels Holger Schmidt aus. Der hatte den Bundestagsabgeordneten, der zusätzlich auch noch im Stadtrat sitzt, auf die riesige Lehrstellen-Lücke in Bottrop angesprochen.
Schmidt kritisierte ferner die Beteiligung der Bundeswehr an der Ausbildungsbörse der SPD.
Das war zu viel für Gerdes. Er pöbelte den Ratskollegen derbe an [Schreibfehler im Original]: „Mich ärgert dabei nur das dieser arme Geist [Anm.: Gemeint ist Schmidt] Generationen von Soldatinnen und Soldaten als potenzielle Mörder diffamiert“, holzte der SPD-Bundestagsabgeordnete via Facebook.
Von Soldaten als „potenziellen Mördern“ hatte Schmidt allerdings gar nichts geschrieben.

Als Schmidt dann nachfragte, warum Gerdes als MdB in Sachen Ausbildungsplatzumlage in Berlin keinen Millimeter vorangekommen sei und stattdessen im Rat sogar für die Streichung von Ausbildungsstellen bei der Stadt gestimmt habe, verlor Gerdes endgültig die Fassung: „Armes Licht“ rüpelte er weiter und legte nach, Schmidt sei „Der Trump von Bottrop“ und ein „Kleingeist“.
Der Hinweis von Schmidt, das Abstimmungsverhalten von Gerdes in Sachen Kürzung der städtischen Ausbildungsstellen sei im Protokoll des Rates festgehalten, half nicht.
Auch die Frage, was Gerdes denn konkret in Sachen Ausbildungsumlage in Berlin unternommen habe, blieb unbeantwortet.
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