Bottrop richtet zweite Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge ein

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Bei einer Pressekonferenz im Rathaus stellten Rudolf Kerkhoff, Präsident des DRK in Bottrop, Sozialdezernent Willi Loeven, DRK-Geschäftsführer Uwe Rettkowski und Sozialamtsleiter Peter Sommer (v.li.) die Einzelheiten zur neuen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge vor. (Foto: Thomas Eickholt)

In Bottrop wird an der Brakerstraße eine zweite Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge eingerichtet. Mitte September werden dort die ersten Menschen, die auf der Flucht aus Krisengebieten sind, erwartet.


„Wir rechnen mit weiteren 1.000 Flüchtlingen, die wir vom Land zugewiesen bekommen und bis zum Jahresende unterbringen müssen“, erklärt Sozialdezernent Willi Loeven. Daher wird nun eine leerstehende Tennishalle zur Erstaufnahmeeinrichtung umgewandelt. Sie ist eine Landeseinrichtung, die vom Bottroper DRK organisiert und betreut werden wird. In der etwa 2.500 Quadratmeter großen Halle können bis zu 200 Menschen untergebracht werden. Sie bleiben dort allerdings nicht auf Dauer. „Es ist eine Notunterkunft, in der die Menschen erstmal ein Dach über dem Kopf bekommen“, erläutert Willi Loeven.

„Die Menschen, die zu uns kommen, haben das Recht auf eine menschenwürdige Unterkunft“, betont der Präsident des DRK in Bottrop, Rudolf Kerkhoff. Um diese menschenwürdige Unterbringung zu gewährleisten arbeiten alle Beteiligten im Moment unter Hochdruck. Der Boden der Halle muss aufgearbeitet werden. Die Parzellen, die im Durchschnitt Platz für acht Personen bieten und mit Doppelstockbetten ausgerüstet sind, werden im Anschluss mit Bauzäunen, die mit einer Sichtschutzfolie bespannt sind, voneinander abgetrennt. „Man würde es sich anders wünschen, aber anders lässt es sich nicht umsetzen“, sagt Jennifer Metzlaff vom DRK, die die Einrichtung an der Brakerstraße leiten wird.

Außerdem werden in der ehemaligen Tennishalle eine Gemeinschaftseinrichtung, in der auch die Mahlzeiten ausgegeben werden, eine Kinderspielecke, ein Sanitätsbereich, eine Gebetsecke und eine kleine Kleiderausgabe eingerichtet. Sanitäreinrichtungen können auf dem benachbarten Grundstück der Fima Umwelt Becker genutzt werden, die Mahlzeiten werden von der Großküche des DRK geliefert. Ein Sicherheitsdienst wird, ebenso wie das DRK-Team, 24 Stunden im Einsatz sein. Um die medizinische Versorgung der Flüchtinge sicherzustellen, wird das DRK Kontakt mit Medizinern aufnehmen und um deren Unterstützung bitten.

Die Stadt ist zwar diesmal nicht - wie bei der Belegung der Albrecht Dürer Schule im Juli - erst ein paar Stunden vor Ankunft der Flüchtlingsbusse unterrichtet worden, der Zeitplan ist dennoch extrem eng. „Es ist immer von der Hand in den Mund“, sagt Willi Loeven.

INFO:

Das DRK ist auf der Suche nach Bottropern, die sich ehrenamtlich an der Betreuung der Flüchtlinge beteiligen wollen. Interessenten können mit der Leiterin der Einrichtung an der Brakerstraße, Jennifer Metzlaff, unter Tel. 7373123 Kontakt aufnehmen.

Spenden für die Flüchtlinge nimmt „Jacke wie Hose“ des DRK an der Aegidistraße entgegen.
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