Bottroper Jusos und MdB Gerdes nehmen den Übergang zwischen Schule und Beruf in den Blick

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Nils Beyer (Vorsitzender der Jusos Bottrop), Michael Gerdes (SPD-Bundestagsabgeordneter), Thorsten Bräuninger (Leiter des Jobcenters Bottrop), Mechthild Thormann (Leiterin Team U25, Jobcenter Bottrop), Edith Holl (Agentur für Arbeit), Wolfgang Wuwer (Stadtverwaltung, Fachbereich Schule und Beruf), Hendrik Gansohr (stellvertretender Vorsitzender Jusos Bottrop) (v.l.n.r.)

Mit einer neuen Ausbildungsinitiative wollen die Bottroper Jusos den Übergang zwischen Schule und Beruf verbessern. Unterstützt werden sie dabei vom SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Gerdes. In einem Gespräch tauschten sie sich nun mit Vertreter/innen des Jobcenters, der Agentur für Arbeit und der Stadt Bottrop über die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt aus.

„Wir möchten sicherstellen, dass junge Menschen hier vor Ort gute Ausbildungs- und Arbeitsplätze finden – vor allem vor dem Hintergrund, dass mit dem Auslaufen des Steinkohlebergbaus bei der RAG viele hochwertige Ausbildungsplätze wegfallen“, erklärt der Juso-Vorsitzende Nils Beyer. „Mit dem heutigen Gespräch möchten wir einen Austauschprozess in Gang setzen.“

Zunächst berichteten die Gesprächsteilnehmer von den vielen bestehenden Angeboten am Übergang zwischen Schule und Beruf. So befasst sich der Arbeitskreis „Perspektive Bottrop“ unter der Leitung von Oberbürgermeister Bernd Tischler mit der längerfristigen Ausbildungsplatzsituation in der Stadt, während die im Dezember gegründete Jugendberufsagentur die verschiedenen Leistungen für junge Menschen bündelt. Auch das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ biete viele Chancen, vor Ort konkrete Verbesserungen zu erzielen.

„Durch das Landesprogramm ‚Kein Abschluss ohne Anschluss‘ werden Schülerinnen und Schüler sehr früh dahin geführt, sich mit dem Thema Ausbildung zu befassen“, betont Jobcenter-Leiter Thorsten Bräuninger. Denn: Alle Schülerinnen und Schüler nehmen nun spätestens ab der 8. Klasse an einer Berufs- und Studienorientierung teil.

Ein Problem besteht aus Sicht des Jobcenters nach wie vor darin, dass einige Schülerinnen und Schüler bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu schnell aufgeben und sich dann doch für einen weiteren Schulbesuch entscheiden, der für sie unter Umständen gar nicht das Richtige ist. Auch Jugendliche, die ganz aufgegeben haben und gar nicht mehr erreichbar sind, bereiten dem Jobcenter Sorgen. Hier setze das Programm „Come back!“ an, das zusätzliche Hilfen ermöglicht, um auch diese jungen Menschen zurück auf den Weg in Bildungsprozesse, Maßnahmen der Arbeitsförderung, Ausbildung oder Arbeit zu bringen.

„Das Gespräch hat gezeigt, dass es bereits eine Vielzahl guter Programme gibt“, so Michael Gerdes abschließend. „Es muss jetzt darum gehen, die bestehenden Programme zu stärken und darauf aufzubauen. Wichtig ist darüber hinaus, dass wir den Stellenwert beruflicher Bildung weiter stärken.“

Das sieht auch der Juso-Vorsitzende so: „Uns ist es wichtig, eng mit der Stadt, der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter zusammenarbeiten. Die Informationen, die wir heute gewonnen haben, wollen wir dazu nutzen, um von politischer Seite die richtigen Rahmenbedingungen bereitzustellen. Im nächsten Schritt wollen wir jetzt damit beginnen, Kontakt zu Betrieben aufzunehmen, um aktiv für Ausbildungsplätze in unserer Region zu werben.“
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