Bruchlandung für Schwarze Heide – Voerder Rat will aus Pleite-Airport aussteigen

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Schwarze Heide wird nie schwarze Zahlen schreiben. Deshalb: Schnell aussteigen. (Foto: Stadt Bottrop)
Die Zukunft des Flugplatzes Schwarze Heide ist ungewisser den je: Die führenden Fraktionen im Rat der Stadt Voerde verlangen in einem Antrag den Ausstieg der Stadt aus dem hochgradig verlustträchtigen Flughafen. DIE LINKE im Bottroper Rat will daher vom hiesigen Stadtchef Bernd Tischler wissen, wie er Mehrbelastungen für Bottrop vermeiden will.

Voerde will raus

In Voerde hat man offenkundig die Hoffnung aufgegeben, dass der Pleite-Airport Schwarze Heide noch aus den Miesen kommen kann. So schreiben die Fraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE in einem gemeinsamen Antrag: „Seit Gründung der Flugplatzgesellschaft Schwarze Heide mbH werden dauerhaft Verluste in nicht unerheblichem Maß erwirtschaftet. In Anbetracht der desolaten
Haushaltssituation der Stadt Voerde ist eine weiter anteilige Verlustübernahme nicht mehr zumutbar.“ Deshalb solle die Verwaltung prüfen, ob ein Verkauf der Anteile möglich sei und dies gegebenenfalls auch durchführen. Ferner soll die Abwicklung der Flughafengesellschaft geprüft werden. Im Rat der Stadt Voerde gab es zu dem Ziel des Ausstiegs große Einigkeit. Der Antrag wurde einstimmig in den Haupt-
und Finanzausschuss überwiesen und die Maßnahme gleichzeitig in den Maßnahmenkatalog zum Haushaltssicherungskonzept aufgenommen.

Fragen an Tischler

Angesicht dieser eindeutigen Willensbekundung der Nachbarstadt will DIE LINKE nun vom Bottroper OB Tischler wissen, welche Maßnahmen er plant, um Mehrbelastungen für den Bottroper Haushalt im Falle eines Ausstiegs anderer Anteilseigner zu verhindern. Ferner fragen die Sozialisten, ob Tischler bereits Gespräche zum Thema mit der Stadt Voerde aufgenommen habe. „Aus unserer Sicht ist es höchste Eisenbahn, dass Tischler aktiv wird, um endlich Ausstiegsszenarien für das
sinnlose Flughafenprojekt zu entwickeln“, sagt LINKE-Ratsherr Niels Holger Schmidt. Das habe seine Partei seit Jahren gefordert. „Wir brauchen jetzt einen Plan für einen geordneten Rückbau zum reinen Segelflugplatz. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Bottrop auf noch größeren Defiziten hängen bleibt“ fürchtet Schmidt.
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3 Kommentare
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Jürgen Fehst aus Gladbeck | 23.11.2015 | 16:17  
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Jürgen Fehst aus Gladbeck | 23.11.2015 | 17:14  
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Jürgen Fehst aus Gladbeck | 23.11.2015 | 18:35  
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