Debattieren mit den Besten- Bundesfinaltage Jugend debattiert

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Bundesfinaltage Jugend debattiert

„Die vier Bundesfinalisten heißen…“, dies war die Frage die sich alle 64 Debattanten der zwei Altersgruppen stellten und die sich auch nach kurzer Zeit beantworten lassen sollte.

Die fünfstündige Autofahrt mit meinen Eltern lähmte zwar für einen Moment meine Beine, aber nicht meinen Geist. Ich konnte das erste Mal in meinem nicht allzu jungen Leben unsere Bundeshauptstadt erblicken. Man kann sofort bemerken, Berlin erreicht zu haben, denn kaum angekommen, reihen sich Autos an Autos und große Hupattacken kommen auch nicht besonders selten vor. Der Große Stern mit dem goldenen Engel drauf ist bereits schon von Weitem zu sehen. Ich bin fasziniert von dieser großen Skulptur, während wir um den mehrspurigen Kreisverkehr fahren. Auf dem Weg zum Hotel am Alexanderplatz, wo die besten Debattanten aus über 150000 Schülern untergebracht werden, ist der 368 Meter hohe Fernsehturm in Mitten der Großstadt gut zu erkennen. Mehr Sehenswürdigkeiten ragen am Donnerstagabend nicht mehr vor meinen Augen hervor, dafür sehen sich bekannte Gesichter endlich wieder. Das Treffen mit den Landessiegern ist eine riesige Freude. Nach kurzer Verschnaufpause, einem ausgiebigem Abendessen und vielen Smalltalks weiter werden die Positionen für die 2 Debatten pro Person bekannt gegeben. Leider habe ich nicht die optimalen Seiten erwischt, da ich für einen verpflichtenden Gentest bei Krebsrisikopatienten argumentieren muss. Der Abend wird für einen Austausch mit seinen Debattenpartnern genutzt und dann gemütlich im Zimmer vollendet. Vor Aufregung ist die Nacht eine Horrornacht und das Frühstück wird zur Qual. Mein Körper merkt, dass es bald ernst wird und pumpt mich voll mit Adrenalin.

Die ersten Debatten

In meiner ersten Debatte argumentiere ich gegen eine Kita-Pflicht ab drei Jahren und komme ziemlich gut rein. Die Debatte fängt an, unheimlichen Spaß zu machen und es ist schade, dass man nicht länger als 24 Minuten debattieren kann. Die Rückmeldung scheint recht positiv zu sein, doch nach bereits ziemlich vielen Debatten habe ich herausgefunden, aus dem Feedback etwas zu deuten, wie Kaffesatzleserei ist. Also heißt es volle Konzentration für die schwere Position beim Gentestthema. Pünktlich erscheinen nun mein Klassenlehrer Herr Pietrek und meine Deutschlehrerin Frau Schnitzler. Wie ich es mir gedacht habe, war es verdammt schwer, hier auf der Proseite zu argumentieren, trotz der tollen Unterstützung meiner angereisten Fans. Also male ich mir keine Chancen mehr auf das anstehende Bundesfinale am Samstag aus. Zwar stehe ich auf dem Fußballplatz hinten, doch bei Jugend debattiert in Berlin wäre mir ein Platz im Mittelfeld angenehm. Und so steht am Donnerstagabend auch schon die Entscheidung an. „Die vier Bundesfinalisten heißen Jan-Eric, Ariatani, Aaron und Max.“, so lautet die Entscheidung der fachkundigen Jury.


Platz 17 von 155.000

Enttäuscht bin ich an diesem Abend nicht mehr, denn man kann den Abend schön ausklingen lassen ohne sich Druck für den nächsten Tag zu machen. So kann ich unverzichtbare Kulturgüter Berlins, wie das Brandenburgertor oder den Reichstag gemeinsam mit meinen zwei extraangereisten Klassenkameraden Tim und Paul, besichtigen. Platz 17 von 32 Finalisten in meiner Altersgruppe lautet das Resultat für mich, mit dem ich zufrieden sein kann. Drei weitere Jahre habe ich nun die Chance noch weiter zu kommen. Jugend debattiert ist ein unglaublich toller Wettbewerb, den ich jedem Schüler empfehlen kann, denn das Auftreten vor Leuten sowie die politische Bildung werden enorm gut geschult. Damit bedanke ich mich rechtherzlich für eine tolle Zeit im Rahmen von Jugend debattiert, die hoffentlich wiederholt werden kann.
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