Es bleibt bei der Nadler-Werksschließung

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Die "Müller Milch"-Unternehmensgruppe bleibt dabei: Das Bottroper Nadler-Werk wird geschlossen. (Foto: Michael Kaprol)

Die "Müller Milch"-Unternehmensgruppe bleibt bei der Entscheidung zur "Homann"-Werksschließung in Bottrop. Diese Erkenntnis brachte Oberbürgermeister Bernd Tischler von einem Gespräch mit der Unternehmensleitung jetzt in Düsseldorf mit.

"Dieses Ergebnis war zu befürchten", stellte der Oberbürgermeister fest, der im Gespräch noch nach Möglichkeiten für eine andere Vorgehensweise suchen wollte. "Wenn es um über 200 Arbeitsplätze und damit einige hundert Lebensperspektiven geht, muss jede Gesprächsmöglichkeit ausgeschöpft werden", betonte Bernd Tischler.

Die Vertreter des Unternehmens machten in dem Gespräch deutlich, dass die Verlagerung beziehungsweise die Zusammenführung der verschiedenen Homann-Werke an einem Standort feststehe und daran nicht mehr gerüttelt werde. Beweggründe seien dafür ausschließlich ökonomische Zwänge. Insbesondere die rasanten und tiefgreifenden Änderungen im deutschen Lebensmittelmarkt führten für das Unternehmen zu einem großen Handlungsdruck. Der Preisdruck seitens des Handels und indirekt der Kunden habe beständig zugenommen und zwinge zu einer deutlich verbesserten Rentabilität der Produktion. Bis September will das Unternehmen den Entscheidungsprozess über den zukünftigen Standort des Werksneubaus abgeschlossen haben. Abgewogen werde noch zwischen Leppersdorf in Sachsen und einem Ort in Polen. Der Standort Bottrop solle voraussichtlich noch drei Jahre erhalten bleiben. In Abstimmung mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft werde an einem Sozialplan gearbeitet. Auch sollen die jetzigen Mitarbeiter ein Arbeitsplatzangebot am neuen Werksstandort erhalten.

Oberbürgermeister Bernd Tischler drückte noch einmal sein Bedauern über diese Unternehmensentscheidung aus. "Für die Stadt Bottrop ist die zukünftige Entwicklung der Homann-Fläche von großer Bedeutung", so Tischler. "Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell gewerblichen Flächenknappheit und vor allem im Hinblick auf die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, um die verloren gehenden zu kompensieren." Gegenüber dem Oberbürgermeister sicherte das Unternehmen zu, sich bei der Vermarktung des Bottroper Standortes eng mit der Stadt abzustimmen. Der Prozess solle Mitte 2018 angestoßen werden.
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