Hamburger Devello Immobilien AG ist neuer Eigentümer des Karstadtgebäudes - Investitionen von 20 Millionen Euro

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Oberbürgermeister Bernd Tischler bei der Pressekonferenz. Das Bild im Hintergrund zeigt das heutige Karstadtgebäude, wie es nach dem Umbau aussehen soll. (Foto: Michael Kaprol)
 
Jens Friedländer, Vorsitzender der Devello Immobilien Gesellschaft, die das Karstadtgebäude gekauft hat. (Foto: Stadt Bottrop)

Karstadt geht, doch dauerhaft verklebte Schaufensterfronten wird es mitten in der City nicht geben. Die Hamburger Devello Immobilien AG ist neuer Eigentümer der Immobilie und will dort rund 20 Millionen Euro investieren.


„Diese Entwicklung ist alles andere als selbstverständlich“, betont ein sichtlich zufriedener Oberbürgermeister. „Das ist sehr gut für die Bottroper Innenstadt, besonders für die Kunden und den Einzelhandel hier vor Ort“, so Bernd Tischler weiter.

Mehr als 70 Prozent der Fläche von insgesamt 10.000 Quadratmetern sind bereits vermietet. Geplant ist eine kleinteilige Nutzung durch verschiedene Einzelhändler. In der Mehrheit sollen Textilanbieter in das ehemalige Karstadthaus einziehen. Um welche es sich dabei genau handelt wollen die Investoren allerdings noch nicht verraten. Rund 80 Arbeitsplätze werde es in den Geschäften geben, auch einige der Karstadtbeschäftigten könnten dort einen neuen Job finden.

Wenn Karstadt im März des kommenden Jahres die Türen schließt, soll direkt mit den Arbeiten in dem Gebäude begonnen werden. „Es wird eine Entkernung und ein kompletter Umbau stattfinden“, weiß Oberbürgermeister Bernd Tischler. Selbstverständlich wird auch bei diesen Erneuerungsmaßnahmen Innovation City eine Roll spielen.

Die Umbaudauer ist auf zwölf Monate kalkuliert, sodass bereits im März oder April 2017 die Neueröffnung gefeiert werden könnte.

Hermann Hirschfelder, Vorsitzender des Wirtschaftsförderungsausschusses, führt die Tatsache, dass sich - für manche überraschend schnell - ein Investor für das Karstadthaus gefunden hat, unter anderem auf die gute Zusammenarbeit der Verantwortlichen in Bottrop zurück. In erster Linie sei denen das Wohlergehen der Stadt wichtiger als parteipolitisches Gezänk. „Letztendlich bestimmen die Investoren, ob sie nach Bottrop kommen“, so Hermann Hirschfelder, „wir können nur die Rahmenbedingungen setzen.“ Er sehe sich sehr bestärkt, was die Arbeit der Wirtschaftsförderung in Bottrop angehe. „Es ist richtig, vorsichtig optimitisch zu sein.“

Ein Signal, wie sich die Revitalisierung des Karstadthauses auf die Entwicklung des Hansa Zentrums auswirken könnte, gibt es noch nicht. „Wir stehen in engem Kontakt“, kann Bernd Tischler nur vermelden. Der Oberbürgermeister sieht keine Schwierigkeit in der direkten Nachbarschaft dieser beiden großen Einkaufstempel. „Ich teile die Auffassung, dass man beides entwickeln kann“, so Tischler. „Wir versuchen, Brücken zu bauen.“

Er erinnert daran, dass eine Reihe von Ruhrgebietsstädten noch heute unter der Schließung von Karstadtfilialen nach der Insolvenz des Mutterkonzerns Arcandor im Jahr 2009 leide. „Die Tatsache, dass es so schnell einen neuen Eigentümer für das Gebäude gibt zeigt, dass unsere Innenstadt besser funktioniert als anderswo.“
Jan Gerd Borgmann, Vorsitzender des Bottroper Einzelhandelsverbandes, sieht einen klaren Vorteil darin, dass ein auswärtiger Investor die Immobilie an der Hansastraße übernehmen wird.

„Die Bottroper halten ihr Pulver trocken und ich bin sicher, dass dieses Pulver in der Bottroper Innenstadt investiert wird“, erklärt Jan Gerd Borgmann. Für die kleinen Einzelhändler sei es deutlich von Vorteil, wenn mit dem neuen Konzept im alten Warenhaus die City an Attraktivität gewinne.
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Udo Massion aus Gladbeck | 28.06.2015 | 09:53  
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