Herz: selbstverständlich ja ! Aber nicht ohne Verstand !

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Unser AfD Beiratsmitglied Udo Pauen hat zur aktuellen Situation mal seine eigenen Gedanken in Worte gefasst, die wir an dieser Stelle mit seinem Einverständnis veröffentlichen:

"Flüchtlingsdrama ohne Ende ?

Herz: selbstverständlich ja ! Aber nicht ohne Verstand !

Gedanken eines Mitmenschen

Wie den meisten Menschen in Deutschland geht es auch mir: werde ich tagtäglich in den Medien mit Bildern von Menschen konfrontiert, die es nach wochenlanger Flucht in ständiger Angst unter Lebensgefahr bis hierher geschafft haben, völlig übermüdet, erschöpft und ausgezehrt, möchte mein Herz helfen. Ein jeder dieser Menschen in extremer Notlage, die mit in den meisten Fällen unerfüllbaren Versprechungen nach Deutschland gelockt wurden, hat auch gegen mich und meine Gemeinschaft der Menschen in Deutschland einen Anspruch darauf, in dieser Lebenssituation mit Nahrung, medizinisch, einem möglichst weichen und warmen Bett und einem Dach über dem Kopf versorgt zu werden und in Frieden leben zu dürfen.

Ein jeder von uns in derselben Lebenssituation wäre auch der Einladung von Regierungsverantwortlichen eines Staates im Vertrauen darauf gefolgt, dass mit den weit in die Welt hinein geöffneten Armen ein Versprechen verbunden ist, das diese Regierungsverantwortlichen auch erfüllen wollen.

Schlechte Gefühle dürfen sich daher gerade nicht gegen die Flüchtlinge einstellen.

Und wenn ich persönlich schon wegen meiner eigenen Lebenssituation nicht selbst vor Ort helfen kann, dann verbietet sich für mich jeder Widerspruch, dass auch die Steuern, die ich zahle, für diese Menschen verwandt werden.

Ein Gefühl der Scham überkommt mich, wenn herzlose Menschen voller Hass Flüchtlinge angreifen und vor Flüchtlingsunterkünften grölend Angst und Schrecken verbreiten. Wie schlimm muss dies die Seelen der Kinder verletzen.

Fassungslos stehe ich als Mitmensch vor der Verantwortungslosigkeit vor denjenigen in der Verwaltung, der Politik und in den Parlamenten, die sich völlig selbstverständlich bestens durch Bannmeilen um Parlamente oder beispielsweise auf Schloss Elmau schützen, aber es bis heute nicht vermocht haben, durch Gesetz Bannmeilen um Flüchtlingsunterkünfte zu schaffen, um menschenverachtende Grölexzesse und Gewaltausbrüche zu verhindern, oder Flüchtlingsunterkünfte vor lebens-und gesundheitsgefährdenden Übergriffen, noch nicht bezogene, die mit hohem Aufwand an Steuergeldern geschaffen wurden, vor Übergriffen mit zerstörerischer Wirkung zu schützen.

Und solche Bannmeilengesetze würden noch nicht einmal etwas kosten!

Und Scham und Fassungslosigkeit überkommen mich, wenn ich mit der unmenschlichen Behandlung von Flüchtlingen beispielsweise in einer Erstaufnahmeeinrichtung der Lageso in Berlin, konfrontiert werde, in der wohl bereits seit einigen Wochen Flüchtlinge angeblich zum Teil tage-und nächtelang im Freien, Regen und Kälte ausgesetzt, auf ihre Registrierung warten müssen.

Aber:

Auch wenn ich tiefstes Mitleid mit allen Menschen auf unserem Planeten empfinde, die nicht das Lebensglück hatten, auf einer Insel der Glückseligkeit geboren zu werden, wie meine Heimatstadt Bottrop sie darstellt, in der es in meinem nach dem Zweiten Weltkrieg begonnenen Leben keine kriegerischen Auseinandersetzungen, keine Hungersnot, keine Naturkatastrophen und keine Krankheits-Epidemien gab, in der ich in größter Gesundheitsnot mit größten Schmerzen sofort ärztliche Hilfe erhalte, kann ich meinen Verstand nicht außer Acht lassen, der mir sagt, dass notwendige Hilfe nur für die aktuell angeblich 50 bis 60 Millionen Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlinge (von den angeblich 795 Millionen Menschen auf unserem Planeten, siehe stern 51/2015 vom 10.12.2015, S. 28f "Weltkarte des Hungers", die Hunger leiden und kaum von der Hand in den Mund leben können) keine Aufgabe für eine Nation oder eine kleine Gruppe von Nationen sein kann, die damit völlig überfordert würden, sondern eine Aufgabe der Gemeinschaft aller Staaten auf diesem Planeten, nämlich der Vereinten Nationen mit ihrer Unterorganisation UN-Flüchtlingshilfswerk sein muss, deren größte Unterstützer die USA und Deutschland sein sollen.

Diese Weltorganisation ist genau für die heutige Krisensituation geschaffen worden, damit sie beispielsweise Bürgerkriegsflüchtlinge möglichst heimatnah in geschützten Zonen unterbringt, damit sie dort versorgt und nach Befriedung ihres Heimatlandes nach dorthin zurückkehren können.

Angesichts dessen hätte es sich auch für die deutschen Regierungsverantwortlichen aufzwingen müssen, das UN-Flüchtlingshilfswerk dahingehend zu bestärken, beispielsweise in Syrien (185.180 km² groß mit etwa 20 Millionen Einwohnern) und im Irak (434.128 km² mit etwa 35 Millionen Einwohnern) – im Vergleich Deutschland: 357.340 km² mit etwa 81 Millionen Einwohnern – Schutzzonen mit bester militärischer Verteidigung für die Flüchtlinge zu errichten, und zwar mit voller Infrastruktur: Kindergärten und Schulen für die Kinder, Beschäftigungsmöglichkeiten für die Erwachsenen in der Selbstverwaltung und Selbstversorgung, Gemeinschaftsräume für Musikveranstaltungen und Fortbildungen, Räume für den Gottesdienst usw. Dort würden Menschen mit derselben Sprache, denselben Kulturvorstellungen im selben Klima zusammen wohnen und nicht in der Fremde.

Demgegenüber hätte es sich für die deutschen Regierungsverantwortlichen über Jahre verbieten müssen, Menschen aus Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten mit nicht erfüllbaren Versprechungen anzulocken und sie damit menschenverachtenden, kriminellen Schleuserbanden in die Arme zu treiben, die diesen Menschen auch noch das Letzte an Ersparnissen nehmen, um sie dann in eine wochenlange Flucht unter größten Strapazen zu treiben, die für nicht wenige tödlich endet.

Und diese Menschen auf der Flucht vor Kriegsereignissen sind nach meiner Überzeugung nicht faul: aber, in Deutschland angekommen, werden sie, ihre Menschenwürde verachtend, in die Untätigkeit gezwungen, statt ihnen die Möglichkeit einer sinnvollen Beschäftigung zu gewähren, die schon mit eigenverantwortlicher Selbstversorgung und Selbstverwaltung beginnt, statt sie nur stundenlang für die Essensausgabe oder für sonstiges anstehen zu lassen.

Nach meinem Verständnis wären von dem UN-Flüchtlingshilfswerk eingerichtete heimatnahe Schutzzonen die menschlichste Lösung für die Flüchtlinge, wenn ich auch überhaupt keine Vorbehalte dagegen habe, im Rahmen der Möglichkeiten der Menschen in Deutschland den Schwächsten aus solchen Flüchtlingslagern, das sind für mich Kinder mit ihren Müttern, bei uns aufzunehmen und bestens zu versorgen, nicht so wie es heute in Deutschland geschieht, nämlich sie auf Monate und zum Teil auf Jahre in Turnhallen oder ähnlichen Gebäuden ohne jede Privatsphäre auf engstem Raum zusammenzupferchen, dann auch noch mit dem Zwang zur Untätigkeit in jeder Hinsicht, ohne Möglichkeit, für sich ihr Wunschessen selbst zubereiten und ihre eigene Wäsche zu waschen. Eine solche Behandlung von Mitmenschen ist das allerletzte, das mein Herz für sie verlangt.

Und jetzt sollen auch noch 600 (!) Menschen wie Sie und ich im Saalbau in Bottrop zusammengepfercht werden!

Liegen mein Herz mit seinem Gefühl und mein Verstand mit seiner Vernunft so falsch?

Bottrop, 13.12.2015

gez. Udo Pauen

als Beiratsmitglied der AfD Stadtverband Bottrop
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3 Kommentare
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Jürgen Fehst aus Gladbeck | 15.12.2015 | 22:54  
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Claus Stauffenberg aus Recklinghausen | 16.12.2015 | 08:26  
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Jürgen Fehst aus Gladbeck | 16.12.2015 | 11:04  
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