Jugend und Parlament 2016: Nachwuchspolitiker üben die Gesetzgebung

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Vom 4. bis 7. Juni fand im Bundestag wieder die Veranstaltung „Jugend und Parlament“ statt. 315 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet, die von Mitgliedern des Bundestages nominiert wurden, stellten in einem Planspiel das parlamentarische Verfahren nach. Die Teilnehmer übernahmen für vier Tage die Rollen von Abgeordneten und simulierten Gesetzesinitiativen.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Gerdes nominierte für die Veranstaltung Lena Kaufmann aus Bottrop. Die 18-jährige Schülerin des Paul-Spiegel-Berufskollegs, die im Sommer 2017 ihr Abitur mit den Leistungsfächern Sport und Biologie ablegen wird, hat in Berlin viele neue Eindrücke gewonnen: „Besonders spannend war es, sich bei der Simulation in eine andere Rolle hineinzuversetzen und dabei auch Positionen zu vertreten, die man selbst nicht teilt. Und es war interessant, zu sehen, wie Entscheidungen getroffen werden und wie viele verschiedene Gesprächsrunden und Gremien es dafür gibt.“

Zur Debatte standen bei dem Planspiel Entwürfe zu vielen verschiedenen Themen – von der Festschreibung von Deutsch als Landessprache im Grundgesetz bis hin zur Ausweitung der Beteiligung deutscher Streitkräfte an einer EU-geführten Militäroperation im fiktiven Staat Sahelien. Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren lernten dabei die Arbeit der Abgeordneten kennen – in Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Bei der abschließenden Debatte im Plenarsaal traten 48 Redner aus allen Spielfraktionen ans Pult und versuchten, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen. Vollbesetzte Besuchertribünen sorgten dabei für wirklichkeitsnahe Bedingungen.

Im Anschluss an die Simulation diskutierten die Teilnehmer mit Vertretern der Bundestagsfraktionen, wie realitätsgetreu „Jugend und Parlament“ die parlamentarische Arbeit abbildet. Lena Kaufmann nutzte die Gelegenheit auch für einen Besuch im Bundestagsbüro von Michael Gerdes.
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