Jusos werben für Gespräche und SPD Mitgliedervotum

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Jusos mit Parteichef Martin Schulz und MdB Michael Gerdes
Die Jusos Bottrop kämpfen für den Zusammenhalt in ihrer Partei und wollen einen differenzierten Blick auf die aktuellen Sondierungsgespräche werfen. Sie sind der Überzeugung, dass Inhalte zählen und nur das Endergebnis zeigen kann in welche Richtung sich eine zukünftige Regierung entwickeln wird. "Daher ist es richtig weitere Gespräche zu führen", verdeutlicht Juso-Vorsitzender Nils Beyer. 

Denn laut Jusos liegt erst ein Zwischenergebnis vor. "Einen Marathon beendet man nicht auf halber Strecke - man zieht ihn durch!", so Nils Beyer. Laut Mitteilung war man sich im Vorstand einig, dass man mit den Ergebnissen noch nicht hunderprozentig zufrieden sei, jedoch wolle man sachlich jeden Punkt bewerten. Dennoch halten die Jusos nichts von einem kategorischen "Ja" oder „Nein“ zu einer weiteren Regierungsbeteiligung. Sie werfen die Frage auf, ob man in der Opposition oder in der Regierung eher politische Ziele durchsetzen kann. 

Mit der Erhöhung des Bafögs, der Mindestausbildungsvergütung und der Rentenstabilisierung sind laut Jusos auch positive Aspekte vorhanden. Genauso genauso würden Projekte fehlen, wie die Bürgerversicherung und die Erhöhung des Spitzensteuersatzes. Es ist noch Luft nach oben und hier muss in Koalitionsgesprächen weiter verhandelt werden, fordern die Jusos.

In erster Linie machen sie sich  Sorgen über den Zustand ihrer Partei. "Wir plädieren für mehr Besonnenheit und hoffen, dass sich der Umgangston innerhalb der SPD schnell bessert. Stattdessen wollen wir Mut machen, dass wir uns noch gezielter auf unsere kommunalen Projekte konzentrieren. Wir werden unsere Arbeit nicht an der Frage ausrichten „Groko- Ja oder Nein!“ Dafür sind die Auffassungen in unserem Vorstand zu unterschiedlich. Daher wollen wir kein klares Votum abgeben – jeder soll nach seiner persönlichen Überzeugung entscheiden. Mit dieser Auffassung werden wir im Vorstand der SPD Bottrop für ein freies Mandat werben, dass auch die Delegierten nach ihrer Überzeugung abstimmen können.", so Juso-Chef Nils Beyer.

Aus diesem Grund kämpfen die Jusos für das Mitgliedervotum, dass alle Mitglieder dieselbe Chance haben. "Nur so kann unsere Partei wieder zur Ruhe kommen. Wir stehen für eine klare Erneuerung unserer Partei: „Basis statt Basta“ muss hier das Motto sein – jede Meinung zählt!", erklären die Jusos.
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