Klares Zeichen für Neuanfang der NRW-SPD

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Nils Beyer (Juso-Vorsitzender Bottrop); Bild: NRW-SPD
Am vergangen Wochenende traf sich die NRW-SPD zu ihrem außerordentlichen Parteitag in Duisburg. Juso-Vorsitzender Nils Beyer setzte in seinem Statement ein klares Zeichen für den Neuanfang seiner Partei. „Die SPD muss wieder zu einer kämpferischen Partei werden. Sie muss durch neue Diskussionen belebt werden.“
Von öffentlichen Parteistreitigkeiten halten die Jusos gar nichts: „Anstatt Ängste in der Öffentlichkeit zu schüren, sollten wir uns lieber verbal auf Parteitagen kloppen und nach außen geschlossen für unsere Ziele bei den Menschen werben.“ Noch wichtiger als die traditionellen Reden, ist Beyer: „Dass man mit den Menschen redet, ihre Probleme erkennt und Lösungen für diese erarbeitet.“
Er rückt damit die Themen des „sozialen Aufstiegs“ und den Aspekt des „Kümmerers“ in den Fokus seiner Rede. Auch für die Jugend fordert er mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten ein und einen ernsthaften Umgang mit ihrer Arbeit. „Ich finde es jedoch bedauerlich, dass immer wieder von der Wichtigkeit neuer Mitglieder gesprochen wird. Aber Jugendliche, die mitarbeiten wollen, erstmal auf’s Abstellgleis gestellt werden. Mach erstmal 5 Jahre MPZK, verteil Flyer oder kleb Plakate sind oft die ersten Antworten, schildert Nils Beyer die Problematik innerhalb der Landes SPD.
Ziel seines Auftritts ist es, den Genossen die Angst vor neuen Dingen und neuen Mitgliedern in der SPD zu nehmen: „Aber es kann nicht sein, dass wir in jedem Neumitglied einen potentiellen Konkurrenten sehen. Jugendliche treten nicht in die Partei ein, um gleich am nächsten Stuhl zu sägen oder den nächst besten Posten zu ergattern. Jugendliche gehen in die Politik, weil sie durch das Thema der sozialen Gerechtigkeit an eine bessere Gesellschaft glauben. Sie wollen diese Welt ein Stück weit besser machen. Das ist das Ziel! Und das sollte auch wieder das Ziel der SPD werden.“
Beyer betont, dass die Jugend von älteren Genossen lernen möchte. Daher steht er für ein Partnerschaftsprojekt zwischen Jung und Alt ein, um den Neuanfang der NRW-SPD zu gestalten. Nur so könnten beide Generationen voneinander lernen und gemeinsam Ziele erarbeiten. Auf die Frage, wie er zum neuen Parteivorsitzenden Michael Groschek steht, sagt er ganz klar: „Mike kann das. Jetzt sind erfahrene Leute gefragt, die auch mal unangenehme Dinge anpacken und den Neustart einleiten. Das muss jetzt schnell gehen. Damit der Neustart gelingt, ist vollkommen klar, dass junge Menschen eingebunden werden müssen.
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1 Kommentar
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Siegfried Räbiger aus Oberhausen | 19.06.2017 | 21:56  
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