Klassentalk mit Bernd Tischler

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Der SoWi-LK freute sich über ein Treffen mit Bernd Tischler.

Bei Plätzchen und einer gemütlichen Weihnachtsatmosphäre begrüßte der SoWi-Leistungskurs der Q1 von Frau Dr. Julia Smaxwil des Heinrich-Heine-Gymnasiums den Oberbürgermeister Bernd Tischler. Unter dem großen Überthema „Sozialer Wandel“ sollte sich der Klassentalk insbesondere um Bottrops Rolle im Sozialstaat drehen.

Nachdem Herr Tischler von seinen beruflichen Anfängen erzählte und wie er vom Technischem Beigeordnetem der Bottroper Stadtverwaltung zum Oberbürgermeister wurde war eine offene Diskussion mit dem Leistungskurs und Schulleiter Mark Pietrek angesagt. „Migration und Integration“ lag den Schülern besonders am Herzen, ebenso wie Herrn Tischler: „Ich hege einen guten Kontakt zur türkischen Gemeinde. Wir haben ein „Interkulturelles Gesamtkonzept“ erstellt das zeigt, wie Bildung und Erziehung funktionieren und wie man zusammen wohnt und arbeitet.“ Neben sozialer Ungerechtigkeit zwischen Migranten und deutschen Staatsbürgern kam Ungerechtigkeit im Kontext von Löhnen auf. Als Kind einer Arbeiterfamilie und SPD Mitglied setzt Bernd Tischler sich besonders in der Politik für Arbeiterfamilien ein. Nachdem Kritik über steigende Arbeitslosigkeit durch Einführung des Mindestlohnes aufkam, sagte Bernd Tischler, dass Arbeit fair bezahlt werden müsse, für mindestens 8,50 Euro.

„Ich gucke immer nur nach vorne“


Fairness erwartet die Kurslehrerin Dr. Julia Smaxwil ebenfalls in Kitas und Kindergärten. Nachdem sie über erschreckende Verhältnisse- durch private Erfahrungen- in manchen staatlichen Einrichtungen erzählte, versprach der Oberbürgermeister sich mit dem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen und nach Verbesserungsmöglichkeiten zu schauen. Dass die Förderung junger Menschen höchste Priorität haben soll, ist auch den angehenden Sozialwissenschaftlern klar. Bottrop sei ein „altes Bottrop“ meint Julia Sombroek im Bezug zum Demographischen Wandel und fragte nach Plänen des Bottroper Rates. „Ich gucke
immer nur nach vorne“, sagt Bernd Tischler selbstsicher und erklärt, dass Ausbildungsplätze- besonders durch den Wegfall des Kohlestandortes 2018- geschaffen werden müssen und auch deswegen der Erhalt des Flugplatzes „Schwarze Heide“ von enormer Wichtigkeit sei.

Zwischendurch wurde immer wieder aus dem Nähkästchen geplaudert, was den Schülern sehr gefiel. Die Initiatorin der Veranstaltung, Nele Poll, die zugleich Bernd Tischlers Nachbarin ist, freute sich sehr über den Besuch. „Er hat sich extra Zeit genommen und Termine verschoben, weil er gerne mit Jugendlichen arbeitet und wissen will, wie unsere Sicht auf Bottrop ist und wie wir gemeinsam an einem besseren Bottrop arbeiten können.“ Bernd Tischler betonte auch im Gespräch, dass er die jungen Erwachsenen als fleißig und besonders engagiert im sozialen Bereich sehe. Beendet wurde der Klassentalk mit einem gemeinsamen Foto und frühzeitigen Weihnachtsgeschenken von beiden Seiten.
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