LINKE fragt nach Details zu Pumpspeicherkraftwerk

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2018 gehen auf Prosper-Haniel die Lichter aus: Wird es danach statt 2.900 Beschäftigten und 180 Azubis nur noch 50 Beschäftigte im Pumpspeicherkraftwerk geben? (Bild: von der Stadt Bottrop zur Veröffentlichung freigegeben)

DIE LINKE im Rat der Stadt begrüßt grundsätzlich die Überlegungen, nach der Zechenschließung 2018 ein Pumpspeicherkraftwerk im dann ehemaligen Bottroper Bergwerk einzurichten.
Allerdings gibt es aus Sicht der Sozialisten noch offene Fragen: „Im Vergleich zum aktuellen Bergbaubetrieb ist die angepeilte Zahl von Arbeitskräften mit 50 verschwindend gering“, stellt LINKE-Ratsherr Niels Holger Schmidt fest und ergänzt: „Angesichts der in unserer Stadt knappen Gewerbeflächen muss man bei der Nachnutzung des Zechengeländes darauf achten, dass die Zahl der dort entstehenden Arbeitsplätze auch in einem vernünftigen Verhältnis zum Flächenverbrauch steht.“ Ob das so ist, ist aus Sicht der LINKEN derzeit unklar. „Deshalb haben wir mit der Bitte um Aufklärung an den Oberbürgermeister geschrieben.“


Ratsanfrage zu Prosper-Haniel


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

mit großem Interesse haben wir die Presse-Veröffentlichungen zur geplanten Umwandlung der Zeche Prosper-Haniel in ein Pumpspeicher-Kraftwerk zur Kenntnis genommen:
http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/zeche-pros...
http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/zeche-pros...

Grundsätzlich begrüßen wir einen solchen Beitrag Bottrops zur Energiewende.
Allerdings lassen die Presse-Veröffentlichungen wichtige Fragen offen:
Derzeit gibt es – laut Veröffentlichungen aus Juni 2016 – noch rund 2.900 Beschäftigte und 180 Azubis auf Prosper-Haniel.
Für den Betrieb des Pumpspeicher-Kraftwerks wird von 50 Beschäftigten ausgegangen.

Daher bitte ich Sie um Beantwortung folgender Fragen:

a) In welchem Umfang beeinträchtigen die Errichtung und der Betrieb eines solchen Kraftwerks die Ansiedlung der benötigten 3.000 industriellen Ersatzarbeits- und Ausbildungsplätze auf dem Gelände von Prosper-Haniel?

b) Wie groß ist – neben dem Pumpspeicher-Kraftwerk – die verbleibende Fläche auf Prosper-Haniel, die zur Ansiedlung industrieller Ersatzarbeits- und Ausbildungsplätze geeignet wäre?
Welchem Anteil der bisherigen Zechen-Fläche entspricht dies?

d) Wird ein zusammenhängendes und verkehrstechnisch gut erschließbares Gewerbegebiet neben dem Pumpspeicher-Kraftwerk entstehen?

e) Wie viel davon kann auch während der Errichtungsphase des Pumpspeicher-Kraftwerks schon zur Ansiedlung weiteren Gewerbes genutzt werden?
Welche Art von Gewerbe könnte ohne wechselseitige Beeinträchtigungen neben dem Pumpspeicher-Kraftwerk angesiedelt werden?

Ich bitte um Beantwortung auch auf elektronischem Wege.

Mit freundlichen Grüßen
Niels Holger Schmidt
DIE LINKE im Rat der Stadt
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