LINKE: Harter KiTa-Streik droht – der OB schweigt weiter

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Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di drohen nach dem Scheitern der Schlichtung für die Sozial- und Erziehungsdienste auch in den neun städtischen KiTas in Bottrop in Kürze Streiks bisher ungeahnter Härte. So soll es auch keine Notgruppen mehr geben. „Es braucht jetzt endlich ein seriöses Angebot der Arbeitgeber. Dafür muss OB Tischler als wichtiger Funktionär im kommunalen Arbeitgeberverband nun endlich eintreten“, verlangt LINKE-Ratsherr Niels Holger Schmidt. Das Stadtoberhaupt drücke sich systematisch vor seiner Verantwortung, findet Schmidt. Tischlers „Politik des geschlossenen Mundes“ sei Eltern und Beschäftigten nicht mehr zuzumuten, so der Ratsherr weiter. DIE LINKE im Rat hat daher in der Sache neuerlich eine Anfrage an den Oberbürgermeister geschickt. So will sie wissen, welche Folgerungen der OB aus der neuen Ankündigung der Gewerkschaft nun ziehen will.
Zuletzt hatte Tischler auf entsprechende Fragen der LINKEN nur mitgeteilt, er wolle den Verhandlungsverlauf abwarten und ansonsten nichts weiter unternehmen.

OB nutz Hilfsbereitschaft schamlos aus

„Dem OB müsste inzwischen klar sein: Die bisher praktizierte Gesprächsverweigerung führt nicht zu einer Lösung, sondern zur Verschärfung des Konflikts. Er versucht aber diesen weiter auf dem Rücken der Eltern auszutragen“, so Schmidt. Der OB nutze die Hilfsbereitschaft von Eltern, die bereits sind, selber die Betreuung in Notgruppen zu übernehmen, schamlos aus.
„Das Engagement dieser Eltern und auch ihre Solidarität mit den Beschäftigten ist vorbildlich“, stellt Schmidt fest. Das werde ihnen von Seiten der Stadtspitze leider nicht gedankt.
„Wenn der Kämmerer bei der Etateinbringung ultimativ erklärt, die Belastbarkeit des Personalkostenetats sei ausgereizt, ist das Personalpolitik nach Gutsherrenart. Tischler & Co. wollen anscheinend nicht verhandeln, sondern einfach dekretieren. Die Nöte der Eltern bei einem neuen Streik sind da wohl zweitrangig.“
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