Mit zehn Millionen Euro wird's leiser: Deutsche Bahn baut Lärmschutzwände

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Eine Gesamtlänge von rund 6.600 Metern haben die Schallschutzwände. (Foto: Archivfoto)
Bottrop. Im Rahmen des freiwilligen Bundesprogramms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ errichtet die Deutsche Bahn in Bottrop neun Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von rund 6.600 Metern und einer Höhe von zwei bis drei Metern. Zum Abschlusses des vierten von neun Bauabschnitten trafen sich Bernd Tischler, Oberbürgermeister von Bottrop, Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der DB AG für das Land Nordrhein-Westfalen und Ines Jahnel, Lärmschutzbeauftragte der DB AG, auf der Baustelle, um sich über den Stand der Arbeiten zu informieren.
Ines Jahnel: „Wir haben uns das ambitonierte Ziel gesetzt, bis 2020 den Schienenverkehrslärm zu halbieren. Es freut uns, dass wir hier in Bottrop ein Investvolumen von rund 10 Millionen Euro einsetzen und damit aktuell eine der größten Maßnahmen in NRW umsetzen können.“
Zusätzlich zu den Schallschutzwänden kommt in allen Abschnitten passiver Schallschutz zum Einsatz, wie beispielsweise der Einbau von schalldämmenden Fenstern und Lüftern. Hierfür werden rund 160.000 Euro vom Bund zur Verfügung gestellt.
Insgesamt werden rund 1.250 Wohneinheiten durch die Lärmschutzwände direkt geschützt. Weitere 300 Wohneinheiten erhalten zusätzlich passiven Schallschutz. In den Bereichen, in denen keine Schallschutzwände vorgesehen sind, sind für weitere 250 Wohneinheiten passive Schallschutzmaßnahmen geplant.

Masterplan Klimaschutz


Bernd Tischler: „In verschiedenen aktuellen Untersuchungen - beispielsweise auf dem Hintergrund des Masterplans Klimaschutz und der InnovationCity - ist nochmals der Stellenwert des Schutzes der Bevölkerung vor Lärm deutlich geworden. Deshalb begrüße ich die Anstrengungen der Deutschen Bahn zur Lärmminderung derzeit in Bottrop ausdrücklich. Das Unternehmen kommt damit seiner Verantwortung nach. Gemeinsam können sich Stadt und Bahn darüber freuen, dass bis dato die Hälfte der geplanten Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt sind!“ Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten erfolgt der Bau der Schallschutzwände überwiegend vom Gleis aus in der Nacht und am Wochenende.

Standorte der neun Schallschutzwände:


Kreuzung bis Essener Str. 179a (573 m Länge), Plankenschemm (284 m Länge), Böcklinstr. 70 bis Bahnhofstr. 42 (472 m Länge), Essener Str. 187 bis Bahnhofstr. 42 (795 m Länge), Steigerstr. 9 bis Knappenstr. 1 (558 m Länge), Arnsmannstraße (1.286 m Länge), Weilbrock 18 bis Wallmannstr. 25 (574 m Länge), Heinemannstr. 31 bis Im Boytal 21 (810 m Länge), Robert-Brenner-Straße 49 bis Liesenfeldstr. 14 (1.270 m Länge), Bauzeit: Februar 2016 bis Juni 2017 (wegen der großen Sonderbauwerke an den Brücken vielleicht auch bis Dezember 2017). Investitionskosten: rund 9,9 Millionen Euro.
Ab September 2016 sollen schalldämmende Fenster und Lüfter in allen Abschnitten eingebaut werden. Die Investitionskosten hierfür betragen rund 160.000 Euro.
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