Plätze für Flüchtlinge gesucht

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In der ehemaligen Körnerschule an der B224 können 80 Flüchtlinge untergebracht werden. Diese Plätze reichen jedoch bei weitem nicht aus. (Foto: Michael Kaprol)

Die steigenden Flüchtlingszahlen in Deutschland wirken sich auch auf Bottrop aus. Die Verwaltung stellt deshalb verschiedene Unterbringungsmöglichkeiten auf den Prüfstand.





Nach Schätzungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge muss in diesem Jahr NRW rund 46.000 Flüchtlinge aufnehmen. Aktuell werden Bottrop im Durchschnitt zehn Personen pro Woche zugewiesen. Hält diese Tendenz an, werden bis Ende 2015 über 500 Menschen in Bottrop angekommen sein, so dass dann rund 1.200 Flüchtlinge hier leben.

In der Körnerschule können 80 Personen untergebracht werden, darüber hinaus gibt es freie Kapazitäten für 40 bis 50 weitere Menschen. Das heißt, dass für weitere 200 bis 250 Flüchtlinge Wohnraum geschaffen werden muss. Darüber hinaus müssen die Häuser der Siedlung am Borsigweg und auch die Unterkunft an der Stenkhoffstraße dringend saniert werden, so dass diese Gebäude erstmal nicht zur Verfügung stehen.

Da die NRW-Bank gerade ein Förderprogramm zum Bau und zur Sanierung von Flüchtlingsunterkünften aufgelegt hat und Finanzierungen aufgrund des aktuellen Zinstiefs sehr günstig sind, schlägt die Verwaltung vor, Wohngebäude zu errichten, die für die Unterbringung von Flüchtingen genutzt werden können. Dabei sollen Grundsrisse und Bauweise so gewählt werden, dass eine spätere Nutzung als alten- und behindertenfreundliche Mietwohnung möglich ist.

Vorgeschlagen werden folgende Maßnahmen: Neubau eines Wohngebäudes für die Unterbringung von etwa 50 Personen an der Tannenstraße sowie der Bau eines Hauses an der Holthausener Straße zwischen den Hausnummer 1 und 3. Hier steht die Anzahl der möglichen Bewohner noch nicht fest. Außerdem könnte die ehemalige Albrecht Dürer Schule als Übergangseinrichtung für Flüchtlinge genutzt werden. Dort könnten rund 80 Personen kurzfristig untergebracht werden. Sofern darüber hinaus erforderlich wäre noch die Herrichtung der ehemaligen Overbergschule denkbar, um sie bei einem weiteren Anhalten des Flüchtlingsstromes als vorübergegehendes Ausweichquartier nutzen zu können.

Unabhängig davon will die Verwaltung weitere Anmietungen verfolgen und Gebäude, beziehungsweise Grundstücke kaufen.
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